Hackaday Prize 2015: Was Nützliches bauen und ins All fliegen
Zum zweiten Mal ruft die DIY-Webseite Hackaday einen internationalen Maker-Wettbewerb aus. Diesmal geht es darum, mit Hilfe von Elektronik drängende Probleme zu lösen, "die alle betreffen", wie es in der Ausschreibung heißt.
(Bild: hackaday.com)
Erneut ruft die DIY-Webseite Hackaday einen internationalen Maker-Wettbewerb aus – ab sofort kann man seine Ideen für den Wettbewerb einreichen. Im ersten Schritt genügt es, sich bei der Webseite Hackaday.io anzumelden, sein Vorhaben zu skizzieren und mit dem Schlagwort HackadayPrize zu markieren. Die Aufgabe ist dabei absichtlich vage gehalten, denn "zu spezifische Kategorien würden die Kreativität ersticken", heißt es auf der Wettbewerbsseite. Schließlich gehe es schlicht darum, die Welt zu verbessern: Mit Hilfe von Elektronik sollen drängende Probleme der Menschheit wie Hunger, mangelnde medizinische Versorgung, Umweltverschmutzung und ähnliche Missstände gemildert werden – und zwar durch eine große Zahl von kleinen Projekten. Der ausgeschriebene Preis soll diese Entwicklung vorantreiben, denn er soll Lösungen auszeichnen, die reale Probleme "an der Wurzel" anpacken.
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Bis zum 17. August werden noch neue Anmeldungen angenommen. Zu diesem Zeitpunkt wird eine vage Idee allerdings nicht mehr reichen, erwartet wird eine umfassende Dokumentation nebst Video, damit sich die Jury ein Bild vom Vorhaben machen kann. Am 31. August werden jene 100 Projekte nominiert, die ins Halbfinale einziehen; am 5. Oktober werden die 10 Finalisten bekanntgegeben, aus denen in der letzten Runde die fünf Preisträger gekürt werden.
Wie beim ersten Hackaday Prize ist auch diesmal der Hauptgewinn ein Flug ins All oder alternativ 196.883 US-Dollar. Der zweite bekommt einen 90-Watt-Lasercutter; wer den dritten Platz belegt, erhält eine Rundum-Ausstattung für die Werkstatt, bestehend aus 3D-Drucker, 3-Achsen-CNC-Fräse, Drehbank und mehr. Der vierte und der fünfte Rang werden mit Besuchen im CERN und im chinesischen Shenzen belohnt. Auch die Jury ähnelt der aus dem vergangenen Jahr, so sind etwa Limor "LadyAda" Fried oder Dave Jones vom EEVblog wieder mit dabei.
(Bild: hackaday.com)
Alternativ zur Hauptkonkurrenz, die den sogenannten Grand Prize anstrebt, kann man sich bis zum 17. August auch noch entscheiden, stattdessen für den neu geschaffenen Best Product Prize anzutreten: Hierfür sind drei funktionsfähige Prototypen für ein Produkt einzureichen und unter Beweis zu stellen, dass es sich produzieren lässt. Als Gewinn winken 100.000 US-Dollar, ein sechsmonatiger Aufenthalt im Pasadena HackASpace (der selbst noch ein Projekt im Entstehen auf hackaday.io ist) sowie Kontakte zu Leuten, die für die Markteinführung nützlich sein sollen. Außerdem wird Teilnehmern in Aussicht gestellt, dass die Sponsoren (von Atmel bis Texas Instruments) bereits früh während der Entwicklungsphase interessante Projekte ins Auge nehmen und sie gegebenenfalls aktiv unterstützen werden – erste Rankings und sogenannte "Hot Lists" sollen offenbar schon bald nach dem Start des Wettbewerbs zusammengestellt werden.
Die Verleihung des Hackaday Prize 2014 fand im Zusammenhang mit der Fachmesse Electronica im vergangenen November in München statt. Dieses Jahr sollen die Preisträger am 9. November bekanntgegeben werden – über den Ort und den Rahmen ist derzeit noch nichts zu erfahren. Die Electronica ist auf jeden Fall aus dem Spiel: Diese Messe findet nur alle zwei Jahre statt. (pek)