Kombination aus Solarzellen und Akkuspeicher im Trend
In den USA verkaufen immer mehr Unternehmen Photovoltaikkraftwerke, bei denen eine Pufferbatterie gleich mitgeliefert wird.
- Peter Fairley
In den USA verkaufen immer mehr Unternehmen Photovoltaikkraftwerke, bei denen eine Pufferbatterie gleich mitgeliefert wird.
Das Problem ist bekannt: Eine Solaranlage liefert nur dann ausreichend Strom, wenn auch die Sonne scheint. Doch was tun, wenn der Lichtgeber nicht am Horizont ist? Batteriespeicher, die mit den Panels gekoppelt ist, soll Abhilfe schaffen. In Amerika verkaufen immer mehr Firmen solche Kombilösungen.
Anfang des Monats gab der US-Solarriese SunEdison so beispielsweise die Übernahme von Solar Grid Storage bekannt, einem Start-up, das sich auf die Integration von Photovoltaikinstallationen mit Batteriespeichern spezialisiert hat. SolarCity, einer der größten Solarstrominstallateure in den USA, stellt gerade die Installation von 430 Kombianlagen im Rahmen eines Pilotprojekts im Raum San Francisco fertig.
Das amerikanische Energieministerium sucht unterdessen nach Ideen für ein mit 15 Millionen Dollar ausgestattetes Forschungsprojekt, bei dem effizientere Wege der Kombination von Photovoltaikanlagen mit Pufferspeichern entwickelt werden sollen. Ein Ziel dabei ist es, die Kosten für das Speichern von Solarstrom unter den Durchschnittspreis zu drücken, der für Netzstrom zu bezahlen wäre. Dieser soll bei Endkunden im Jahr 2020 bei 14 US-Cent pro Kilowattstunde liegen. Momentan werden für Strom aus der Pufferbatterie noch 20 US-Cent bis 1 Dollar fällig.
Je mehr Solaranlagen installiert werden, desto mehr Menschen sind von den technisch bedingten Versorgungslücken betroffen.. Gleichzeitig werden Pufferspeicher im Stromnetz billiger, die das Problem lösen könnten.
Tom Leyden, früherer Chef von Solar Grid Storage und nun Vizepräsident für den Bereich Energiespeichersysteme bei SunEdision, meint, seine Firma nutze neuartige Umformer, die Photovoltaik-Arrays und Batterien verbinden. Solarpanels und Batterien benötigen die Technik, da sie Gleichstrom produzieren, während im Stromnetz Wechselstrom verwendet wird.
Die vier bereits laufenden Projekte der Firma in Maryland, Pennsylvania und New Jersey sind in Form von Partnerschaften eingerichtet. Der Kunde kauft Solarmodule und Leydens Geschäftseinheit liefert einen 10 mal 20 Fuß großen Container nach, der sowohl Lithium-Ionen-Batterien als auch Umformer enthält.
An einem Sonnentag produziert der Umformer zu Spitzenzeiten hauptsächlich Wechselstrom aus den Solarmodulen. Zu anderen Zeiten werden die freien Energiekapazitäten in die Batterie eingespeist, damit der Strom wiederum vom lokalen Stromversorger abgerufen werden kann.
Momentan gibt es für solche Anlagen in den USA eine Steuersubvention in Höhe von 30 Prozent. Diese soll zwar bis 2017 auf 10 Prozent sinken. Doch Leyden sagt, dass solche Umformer bis dahin auch billiger werden dürften. Die Massenproduktion laufe erst an. (bsc)