ZRTP per App auf Auerswald-Telefonen
Auf der CeBIT hat Auerswald verraten, dass Nutzer prinzipiell auch eigene VoIP-Apps auf Android-IP-Telefonen der Firma aus Cremlingen installieren dürfen. Damit ist dann auch die ZRTP-basierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Telefonaten möglich.
(Bild: Auerswald)
Der Hersteller Auerswald hat auf der CeBIT bestätigt, dass Distributoren und Endverbraucher auf Comfortel-IP-Telefonen mit Android selbst VoIP-Apps installieren dürfen, die Gespräche dann per ZRTP verschlüsseln. Einen Einfluss auf die Garantie soll ein derartiger Eingriff nicht haben. Das betrifft beispielsweise das Comfortel 1400 IP für 180 Euro, das 280 Euro teure Comfortel 2600 IP und das Comfortel 3500 für 550 Euro.
(Bild:Â Auerswald)
Alle drei Geräte kommen mit einem Touch-Screen daher, das 3500 nutzt Android 2.x, auf den kleineren Geräten kommt Android 4.3 zum Einsatz. Für alle Telefone liefert Auerswald regelmäßig Sicherheits-Updates aus. Mit VoIP-Apps wie etwa Linphone oder Csipsimple werden verschlüsselte Telefonate per ZRTP möglich. Der Hersteller macht jedoch keine Angaben darüber, welche VoIP-Apps funktionieren und kann auch nicht garantieren, dass die Leistung der verwendeten SoCs in den Telefonen für die Anwendungen ausreicht.
Verantwortung beim Nutzer oder Distributor
Wer eine VoIP-App nutzen möchte, muss sie selbst als APK-Datei installieren, ein App-Portal wie Google Play fehlt den Telefonen. Auerswald erlaubt Distributoren jedoch einen App-Store selbst zu entwickeln und auf die Telefone aufzuspielen. Auf jeden Fall muss der Nutzer oder der Händler selbst überprüfen, ob es sich bei der angestrebten Software um ein vertrauenswürdiges Programm und eine originale APK-Datei ohne integrierte Malware handelt. (fkn)