Akku-Startup gewinnt Staubsaugerfirma Dyson als Partner
Viele aussichtsreiche Batterie-Technologien scheitern beim Schritt vom Labor in die Massenproduktion. Sakti3 lässt sich deshalb von einem erfahrenen und finanzstarken Hausgerätehersteller unterstützen.
- Kevin Bullis
Viele aussichtsreiche Batterie-Technologien scheitern beim Schritt vom Labor in die Massenproduktion. Sakti3 lässt sich deshalb von einem erfahrenen und finanzstarken Hausgerätehersteller unterstützen.
Das Start-up Sakti3 verspricht einen Akku, der doppelt so viel Energie speichert wie andere. Dank eines Geschäfts mit dem britischen Elektrogerätehersteller haben sich die Chancen auf eine Kommerzialisierung des Produkts jetzt deutlich verbessert.
Am vergangenen Sonntag vermeldete Sakti3 den Abschluss einer Entwicklungsvereinbarung, laut der Dyson die neuen Akkus in seine Staubsauger und anderen Hausgeräte einbauen wird. Wann es so weit ist, verrieten die beiden Unternehmen nicht, doch eines der Produkte könnte ein kabelloser Staubsauger werden. Außerdem gab Dyson eine Investition von 15 Millionen Dollar in das Start-up bekannt.
Die versprochene höhere Energiedichte erreicht Sakti3 mit Hilfe von neuen Materialien und Fertigungsverfahren. Sein Akku kommt ohne den entzündlichen flüssigen Elektrolyten aus, der in konventionellen Lithium-Ionen-Akkus enthalten ist. Dadurch entsteht die Möglichkeit, Materialien mit höherer Energiespeicherfähigkeit einzusetzen.
Die Technologie könnte viele Anwendungen finden, einschließlich Elektroautos, deren Reichweite aufgrund der Größe und Kosten für konventionelle Batterien meist noch eingeschränkt ist.
„Sakti3 hat echte Leistungssprünge erreicht, die mit der aktuellen Batterietechnologie schlicht nicht möglich sind“, sagte der Dyson-Gründer und Chefingenieur James Dyson in einer Mitteilung zu der Vereinbarung.
Viele Batterie-Startups tun sich schwer damit, beeindruckende Ergebnisse aus dem Labor zu Produkten zu machen. Zum Teil liegt das daran, dass ihre Prototypen handgefertigt sind, oft mit teuren Verfahren, die sich kaum im Großmaßstab einsetzen lassen. Sakti3 dagegen fertigt seine Prototypen in normalen Produktionsanlagen. Dies könnte dabei helfen, die Technologie zu kommerzialisieren, wenn sie fertig entwickelt ist.
Der Erfolg dabei ist nicht garantiert. Auch funktionierende Prototypen vom Band sind noch nicht das Gleiche wie eine hohe Ausbeute in einer Fabrik – hier können schwankende Umweltbedingungen und Materialqualität Probleme bereiten. Doch die Partnerschaft mit Dyson, einem Unternehmen mit reichlich Produktionserfahrung und relativ tiefen Taschen, dürfte Sakti3 beim Übergang zur Massenproduktion zumindest unterstützen.
(sma)