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Bitkom: CeBIT hat Digitalbranche zusätzlichen Schwung gegeben

Nach Ansicht des Bitkom war die ausschließlich als Business-Messe ausgerichtete CeBIT ein großer Erfolg. Die sogenannte digitale Ökonomie und vorneweg das Hype-Thema Industrie 4.0 beflügelten die deutsche ITK-Branche.

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Bitkom: CeBIT gibt Digitalbranche zusätzlichen Schwung

(Bild: IBM)

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Von
  • Jürgen Diercks

Dem Lobbyverband Bitkom zufolge hat die am gestrigen Freitag beendete diesjährige CeBIT der deutschen IT- und Telekommunikationsbranche Rückenwind gegeben. Die große Mehrheit der Aussteller habe sich mit dem Messeverlauf sehr zufrieden gezeigt. Vor allem die Qualität der Geschäftskontakte und Abschlüsse hob der Branchenverband der Digitalwirtschaft positiv hervor. Bitkom-Präsident Dieter Kempf glaubt, dass die ausschließliche Business-Ausrichtung der Messe sich ausgezahlt hat. Diese sei in diesem Jahr sogar wieder leicht gewachsen (gegenüber 2014 um 6 Prozent auf 201.000 Besucher). Das Kunstwort "d!conomy" (steht für "Digital Economy") als Motto habe den Nerv des Publikums richtig getroffen. Tatsächlich ließ sich das Thema "Industrie 4.0", also die Vernetzung von allem mit allem und jedem, auch mit viel Mühe nicht ignorieren. Es wird – ebenso wie alles, was unter das Buzzword "Internet der Dinge" fällt – die IT-Welt noch länger beschäftigen.

Laut einer Umfrage des Bitkom zur CeBIT stehen fast drei Viertel (73 Prozent) aller Geschäftsführer und Vorstände der Digitalisierung ihrer Unternehmungen positiv gegenüber. 86 Prozent sehen darin eher Chancen als Risiken. Allerdings fehlt jedem dritten Unternehmen eine geeignete Strategie zur Umsetzung. Kempf prognostiziert denjenigen, die hier versagen, ein schnelles Verschwinden vom Markt.

Der Messeverlauf bekräftigt laut Bitkom die Wachstumsprognose für den deutschen ITK-Markt 2015, die zum CeBIT-Start erhoben wurde. Der Verband erwartet ein Umsatzplus von 1,5 Prozent auf 155,5 Milliarden Euro für den Gesamtmarkt, wobei Kernbereiche wie Software und IT-Dienstleistungen mit 5,7 Prozent beziehungsweise 3 Prozent deutlich schneller wachsen sollen. Ende des Jahres wird die Branche voraussichtlich fast eine Million Beschäftigte zählen. Man erwartet einen Anstieg um 21.000 auf dann 990.000 Arbeitsplätze.

Viele Projekte des "Code_n"-Wettbewerbs waren echte Zuschauermagnete, unter anderem die Schaumstoffschneide-Robotergruppe Robochop (http://www.robochop.com).

Noch nie haben so viele Start-ups an der CeBIT teilgenommen wie in diesem Jahr. Die Messepräsenz des Innovationswettbewerbs "Code_n" in Halle 16 hat zudem viele Politiker angezogen. Laut Kempf ist das wichtig, da die Bundesregierung bislang erst sechs von 30 angekündigten Maßnahmen zur Start-up-Förderung umgesetzt hat. (jd)