Media Hack Day: App-Ideen fĂĽrs Internet-Auto

Ein Hackathon in Berlin widmete sich am Wochenende dem vernetzten Auto und wartete auch mit ĂĽberraschenden Ideen auf. Zur UnterstĂĽtzung hatten mehrere Unternehmen zeitlich befristete APIs zur VerfĂĽgung gestellt.

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Media Hack Day: App-Ideen fĂĽrs Internet-Auto

Der Hardware-Hacking-Raum wurde vom Fablab Berlin und IXDS bestĂĽckt.

(Bild: Philip Steffan)

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Von
  • Herbert Braun

Als Auftakt zum Digital Innovation Summit, den die Zeitschriftenverlegerverbände VDZ und FIPP organisieren, haben die Veranstalter in Berlin einen Media Hack Day ausgerichtet – genauer gesagt, ein Hackathon-Wochenende. Thematischer Schwerpunkt des Entwicklerwettbewerbs war die Internetnutzung im Auto.

Das Gewinnerteam hatte sich erst auf der Veranstaltung gefunden.

(Bild: Philip Steffan)

Dafür öffneten 17 verschiedene Unternehmen aus den Bereichen Medien und Mobilität ihre Datenschätze und stellten zeitlich befristet APIs zur Verfügung – darunter auch der Heise Zeitschriften Verlag. An Bord waren darüber hinaus unter anderem Axel Springer, der auch den Veranstaltungsort stellten, Autoscout24, Der Spiegel, Spotify, TomTom und Bosch.

88 Entwickler lieĂźen sich von den APIs anlocken und wetteiferten um die Sachpreise im Wert von etwa 10.000 Euro. In einer langen Nacht entstanden 22 Projekte, die mit einer Ausnahme alle pĂĽnktlich abgegeben wurden.

Ein Großteil der Projekte will dem Autoradio zeitgemäße Konkurrenz schaffen, indem sie dem Fahrer einen Musik- und Nachrichtenmix zusammenstellen, der sich etwa an sozialen oder ortsbasierenden Kriterien orientiert. Weitere Schwerpunkte waren die Fahrstil-Analyse, die beispielsweise umweltfreundliches Fahren belohnt, oder die Parkplatzsuche.

Zu den originelleren Ideen zählte etwa ein Autosimulator oder eine Möglichkeit, Fahrer untereinander einfache Botschaften austauschen zu lassen. Den "WTF"-Spezialpreis für absurde Ideen verdiente sich das Konzept eines sozialen Netzwerks von Auto-Spottern, die ungewöhnliche Fahrzeuge fotografieren.

Die Gewinner des Heise-Preises.

(Bild: Philip Steffan)

Auch Hardware-Projekte waren durch die Kooperation mit dem Fab Lab möglich. So ging der Heise-Sonderpreis an eine Anwendung, die mit Hilfe eines Raspberry Pi Sprachsteuerung in älteren Fahrzeugen nachrüstet. Aufs Treppchen schaffte es ein Gerät zur Analyse und zum Tracken des Reifendrucks. Gesamtsieger wurde jedoch eine reine Software-App: "Roadtracking" bringt Gamification-Ideen ins Fahren, indem es Strecken trackt und etwa Punkte für umweltfreundliches Fahren, fürs Pausieren oder für die spontane Lieferung von Waren vergibt. (mho)