Anja-Niedringhaus-Preis geht an Heidi Levine

FĂĽr Mut und Hingabe: Die US-Amerikanierin Heidi Levine ist die erste Fotojournalistin, die mit dem Anja-Niedringhaus-Preis ausgezeichnet wird.

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Anja-Niedringhaus-Preis geht an Heidi Levine

(Bild: Heidi Levine in Jerusalem)

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  • dpa

Die freie Fotoreporterin Heidi Levine wird mit dem Anja-Niedringhaus-Preis für mutigen Fotojournalismus ausgezeichnet. Der erstmals verliehene Preis ist nach der 2014 in Afghanistan getöteten deutschen AP-Fotografin benannt. Er wird der US-Amerikanerin Levine für ihre Bilder aus Konfliktgebieten wie Ägypten, Syrien und Libyen verliehen, wie die International Women's Media Foundation am Dienstag mitteilte. Levines Fotos seien in internationalen Medien abgedruckt worden, oft als Titelgeschichten.

Heidi Levine in Jerusalem

(Bild: iwmf.org/Warrick Page )

Der mit 20.000 US-Dollar (18.000 Euro) dotierte Preis wird Levine am 25. Juni in Berlin ĂĽberreicht. In Zukunft soll damit jedes Jahr eine Fotojournalistin geehrt werden, deren Arbeit den Mut und die Hingabe von Anja Niedringhaus widerspiegelt. Die Jury lobte auĂźerdem die Arbeit der Fotografin Anastasia Vlasova fĂĽr ihre Berichterstattung ĂĽber den Konflikt in der Ost-Ukraine sowie die AP-Fotografin Rebecca Blackwell fĂĽr ihre Berichte aus der Zentralafrikanischen Republik.

Niedringhaus (1965-2014) hatte ihre Karriere 1990 bei der European Pressphoto Agency (EPA) begonnen. Zu den ersten Einsätzen gehörte der Balkankrieg. Als AP-Fotografin berichtete sie aus dem Nahen Osten, Afghanistan und Pakistan. 2005 erhielt sie den Pulitzer-Preis. Sie kam am 4. April 2014 in Afghanistan bei einem Anschlag ums Leben. (ssi)