Docker: Joyent stellt Triton vor

Die Management-Plattform für Cloud-Infrastrukturen des Unternehmens soll es ermöglichen, Linux-Container nicht in einer VM laufen zu lassen, sondern direkt in der Cloud, um Performance-Gewinne zu erzielen.

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Docker: Joyent stellt Triton vor
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Von
  • Julia Schmidt

Nachdem Joyent schon länger einen Docker Container Service zur Verfügung stellte, bringt das Unternehmen nun Triton auf den Markt. Die als Management-Plattform für Cloud-Infrastrukturen beschriebene Software soll sich wohl um das Bereitstellen von Ressourcen kümmern. Entwickler sollen so beim Deployment von Docker-Containern nicht mehr spezielle Instanzen oder virtuelle Maschinen angeben müssen, sondern das vereinfachte Modell Cloud nutzen können. Docker bietet eine Technik zum Verpacken von Anwendungen und ihren Abhängigkeiten in Container. Die Anwendungen lassen sich dann in ihnen ausführen und verteilen.

In einem Blogeintrag hat Joyent-CTO Bryan Cantrill die Entwicklung der hinter Triton steckenden Technik beschrieben. Statt Linux kommt bei Triton das an OpenSolaris angelehnte SmartOS zum Einsatz. Zudem wurde die aus einem Sun-Projekt stammende Technik LX-Branded Zones für das Projekt wiederbelebt und so weiterentwickelt, dass sie auch auf 64-Bit-Betriebssystemen funktioniert. Damit ist es möglich, Linux in Zones zu emulieren. Durch eine zusätzliche Docker Engine (sdc-docker) für das ebenfalls eingesetzte SmartDataCenter-Projekt des Unternehmens, stellt Joyent zudem einen Endpunkt für Dockers Remote API zur Verfügung. Mit Docker vertraute Entwickler treffen also auf eine bekannte Schnittstelle.

Ein weiterer Blogeintrag geht auf die Unterschiede zwischen dem alten Docker Service und des in der Vorschauphase befindlichen Triton Elastic Container Service for Docker ein. Da die Container nicht auf VMs, sondern in der Cloud laufen, kann Joyent bei der Abrechnung statt der Anzahl der bereitgestellten virtuellen Maschinen die Container direkt als Grundlage nehmen. Zudem lassen sich Letztere mit Triton wohl besser absichern, als wenn sie eine VM teilen wĂĽrden. FĂĽr ein ganzes Data Center steht in Triton nur ein API-Endpunkt zur VerfĂĽgung, statt eine Schnittstelle pro VM. Container haben jeweils eigene IP-Adressen.

Der Triton Elastic Container Service arbeitet mit der regulären Docker API und lässt sich wohl über die Docker CLI bedienen. Soll Joyent nicht als Host arbeiten, steht die Technik wohl auch so bereit, dass sie in privaten Clouds eingesetzt werden kann. (jul)