Netzwerkspeicher mit integriertem Akku
Zum Schutz vor Datenfehlern durch Stromausfälle stattet Thecus sein neues NAS mit einer eingebauten unterbrechungsfreien Stromversorgung aus. Zudem bietet es weitere kleine Finessen wie etwa fünf LAN-Anschlüsse.
(Bild: Thecus)
Der x86-Netzwerkspeicher N5810Pro von Thecus fährt sich dank eines eingebauten und wechselbaren Lithium-Ionen-Akkus im Fall eines Stromausfalls kontrolliert herunter. Wie beim Einsatz einer externen unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) bleibt ihm dadurch die Chance, offene Dateien zu speichern, um der Entstehung von Datenfehlern vorzubeugen.
(Bild:Â Thecus)
Die vom Hersteller als Mini-UPS (Uninteruptible Power Supply, englisch für USV) bezeichnete Technik hat der taiwanische Hersteller bereits bei den Modellen N4200Pro und N4800 eingesetzt. Über welche Kapazität der Akku verfügt oder wie lang seine Lebensdauer betragen soll, erklärt Thecus leider nicht. Eine Antwort auf eine entsprechende Anfrage von heise Netze steht noch aus.
Ausstattung und Funktionen
In das mit einer Linux-Distribution ausgestattete NAS lassen sich bis zu fünf SATA-3-Festplatten oder SSDs in 2,5-Zoll- / 3,5-Zoll-Bauform einbauen. Das Gerät spiegelt die Platten oder verwaltet Paritäten in den RAID-Modi 5, 6 oder 10.
Die Rechenarbeit übernimmt ein Intel Celeron J1900 Quad-Core-Prozessor. Ab Werk kommt das NAS mit 4 GByte an DDR3-Speicher daher, welcher sich auf 8 GByte erweitern lässt. Für Anschluss ans Netzwerk sorgen fünf Gigabit-Ethernet-Ports, welche man für erhöhten Datendurchsatz zusammenschalten kann (Link Aggregation). Zusätzlich spannt das Gerät virtuelle Netze auf (VLAN), von denen es mehrere über einen Ethernet-Anschluss führen kann (Trunking). Das Gerät besitzt drei USB-3.0-Anschlüsse, zwei USB-2.0-Ports und eine HDMI-Buchse als Monitorausgang.
Um schleichende Dateifehler (Bit Rot) zu vermeiden, kann der Nutzer das Dateisystem Btrfs verwenden. Das NAS bietet zusätzlich XFS, EXT3 und EXT4 an. In einem RAID-Verbund lassen sich alle vier Dateisysteme parallel auf unterschiedlichen Speichern einsetzen. Außerdem arbeitet das Gerät optional als VPN-Server und es steuert bis zu fünf IP-Kameras an.
Der N5810Pro soll Ende April auf den Mark kommen. Einen Preis hat der Hersteller bisher noch nicht genannt. (fkn)