Hocheffiziente Graphen-LEDs sollen in Kürze erhältlich sein

Ein Spin-off der Universität Manchester bringt mit Graphenen beschichtete LEDs auf den Markt, die höhere Energieausbeute und längere Lebensdauer haben sollen.

vorlesen Druckansicht 257 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Andreas Stiller

Graphene Lighting, ein Spin-Off derUniversität Manchester, will in Kürze die ersten LED-Glühlampen (unter anderem in Birnenform) auf den Markt bringen, die Graphene für die Wärmeableitung verwenden. Die an der Universität Manchester unter anderem von Graphene-Mitentdecker und Nobelpreisträger Sir Konstantin "Kostya" Novoselov entwickelte Graphen-LED soll, wie Uni-Vizepräsident Prof. Colin Bailey in einem Interview mit BBC erklärte, 10 Prozent weniger Energie verbrauchen, niedrigere Herstellungskosten haben und, so hofft er, länger leben.

Die Universität Manchester hat inzwischen für 61 Millionen britische Pfund (umgerechnet ca. 83,3 Mio. Euro, gefördert auch durch den European Regional Development Fund in Höhe von 23 Millionen Pfund) ein großes National Graphene Institute (NGI) für 120 Mitarbeiter aufgebaut, das am 20. März feierlich in Anwesenheit des Kanzlers der Uni und von Prof. Novoselov eröffnet wurde. Es versteht sich als weltweit führendes Forschungsinstitut auf diesem Gebiet. Für die Vermarktung der Graphen-LEDs über das Spin-off Graphene Lighting konnte ein kanadischer Investor gewonnen werden.

Sir Konstantin Novoselov zeigt dem Kanzer der Universität Manchester, Prof. Osborne, eine Graphen-LED in volkstümlich Glühbirne genannter Form.

(Bild: Universität Manchester)

(as)