Studien: Kein Zusammenhang zwischen Handys und Gehirntumoren

In der anhaltenden Diskussion um die möglichen gesundheitlichen Folgen des Mobiltelefonierens geben zwei neue Studien Entwarnung.

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Von
  • Wolfgang Stieler

In der anhaltenden Diskussion um die möglichen gesundheitlichen Folgen des Mobiltelefonierens geben zwei neue Studien Entwarnung. Die jetzt veröffentlichten, voneinander unabhängigen medizinischen Studien haben keine Verbindung zwischen dem Auftreten von Gehirntumoren und dem Telefonieren mit Handys nachweisen können. In beiden Fällen befragten die Mediziner Patienten mit Gehirntumoren danach, wie oft und wie lange sie ihre Mobiltelefone gebrauchen.

In der ersten Untersuchung wurden die Handy-Gewohnheiten von 782 Patienten mit bösartigen Gehirntumoren mit denen von 799 Patienten mit nicht-bösartigen Tumoren verglichen. Die Wissenschaftler konnten keinen Zusammenhang zwischen dem Auftreten bösartiger Tumore und der Länge und der Häufigkeit von Handy-Telefonaten herstellen. In der zweiten Studie wurde der Handy-Gebrauch von 469 Tumor-Patienten mit dem von 422 Kontrollpersonen verglichen. Auch in dieser Studie konnten die Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen der elektromagnetischen Abstrahlung von Mobiltelefonen und dem Risiko für Gehrintumore nachweisen.

Die erste Studie wird am 11. Januar im New England Journal of Medicine veröffentlicht – wegen des "großen öffentlichen Interesses" haben die Herausgeber die Arbeit aber schon vorab auszugsweise zugänglich gemacht. Die zweite Studie ist im Journal of the American Medical Society erschienen. Erst vor kurzem hatte die britische Regierung entschieden, dass Mobiltelefone nur noch mit einem Warnhinweis auf potenzielle Gesundheitsschäden besonders für Kinder verkauft werden dürfen. (wst)