Hannover Messe: VR-Brille fürs Smartphone

Eine Brille, die mit einem Smartphone kombiniert werden kann und die ein größeres Sichtfeld als Google Glass bieten soll, ist am Stand von Infosys zu sehen.

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Hannover Messe: VR-Brille fürs Smartphone

(Bild: Hans-Arthur Marsiske)

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  • Hans-Arthur Marsiske

Ein Roboter begrüßt die Besucher des Messestandes von Infosys in Halle 8 der Hannovermesse. Wer da noch nicht stehen bleibt, verweilt aber vielleicht ein paar Schritte weiter vor dem Monitor, der im Zeitraffer die Bilder der Roboterkamera zeigt. Wenn der Blick dann ein wenig in die Runde schweift, fällt er vielleicht auch auf ein kleines, unscheinbares Exponat in einer Ecke des Standes.

Das kleine Exponat ist eine Brille, die mit einem Smartphone (5 oder 6 Zoll) kombiniert werden kann, um in eine virtuelle Umgebung einzutauchen. Fünf Jahre habe das Team des Startups Wearability für die Rüstungs- und Luftfahrtindustrie mit Virtueller Realität gearbeitet. Die Erfahrungen seien in das Design der Brille eingeflossen.

VR-Brille für Smartphones (3 Bilder)

Wie ein Fels in der Brandung: Der Roboter vorm Stand von Infosys lässt sich vom Messetrubel nicht aus der Ruhe bringen. (Bild: Hans-Arthur Marsiske)

Sie biete mit zwei Fresnel-Linsen ein mit 140 Grad deutlich größeres Sichtfeld als etwa Google Glass. Die Brille ermögliche zudem einen entspannten Blick auf das Display eines Smartphones, das in das Brillengestell gesteckt werden kann.

Die Demo am Messestand zeigt den Blick in eine Fabrikhalle, in der der Besucher sich herumdrehen kann. Zu einzelnen Objekten werden Zusatzinformationen eingeblendet. Es ließe sich auch die Kamera des Smartphones nutzen, um Informationen zu Gegenständen in der realen, physischen Umgebung des Nutzers abzurufen, sagt der Infosys-Mitarbeiter. Aber – jetzt kommt der Haken – diese Anwendung gibt es noch nicht. Die Apps, die die Brille zu einem wirklichen Werkzeug für virtuelle und erweiterte Realität machen, müssen erst noch entwickelt werden.

Immerhin, die Brille selbst kann mit einem Preis von rund 70 Euro als erschwinglich bezeichnet werden. Das ist schon mal eine gute Voraussetzung, um sich in diesem gerade erst entstehenden Markt durchzusetzen. (anw)