Illegaler Artenhandel im Internet: Effektive Bekämpfung gefordert

Der illegale Online-Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten nimmt stark zu. Das erleichtert die verbotenen Geschäfte. Experten wollen den Kampf dagegen verstärken.

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Illegaler Artenhandel im Internet: Effektive Bekämpfung gefordert

Auch der Madagaskar-Taggecko gehört zu den geschützten Arten.

(Bild: Domenic Blair, Lizenz CC0)

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  • dpa

Naturschützer und Behörden wollen den illegalen Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten im Internet effektiver bekämpfen. Mehrere Akteure beraten bei einer Expertenrunde am Dienstag in Bonn über Schritte zur Regulierung und Eindämmung der boomenden verbotenen Geschäfte. Sogar vom Aussterben bedrohte Arten würden angeboten. Das berichteten das Bundesamt für Naturschutz (BfN), die Umweltministerien von Bund und Nordrhein-Westfalen sowie der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW).

Neben spezialisierten Internet-Seiten, auf denen etwa bestimmte lebende Tiere angeboten werden, seien auch gängige Marktplätze im Netz Plattformen, um geschützte Arten oder daraus hergestellte Produkte anzupreisen. Die Bandbreite reiche von Möbeln oder Musikinstrumenten über Elfenbein-Produkte, Felle, Pelz- und Ledererzeugnisse, ausgestopfte Tiere, lebende Reptilien wie Riesenschlangen oder Schildkröten bis hin zu Amphibien, Vögeln, lebenden Korallen oder bestimmten geschützten Orchideenarten. BfN-Präsidentin Professor Beate Jessel sagte der Deutschen Presse-Agentur, Deutschland habe einen erheblichen Anteil an diesen verbotenen Geschäften. (jk)