NetzwerkausrĂĽster Ericsson in den USA ausgebremst
Der Aufbau schneller Mobilfunknetze in China konnte den Rückgang beim gewinnträchtigen Geschäft mit Ersatzausrüstung in Nordamerika im vergangenen Quartal nicht ausgleichen.
Ericsson-Zentrale im Stockholmer Stadtteil Kista
(Bild: Ericsson)
Ein schwächeres Geschäft in Nordamerika hat den weltgrößten Netzwerkausrüster Ericsson zu Jahresbeginn gebremst. Die US-Mobilfunker hatten wegen Zukäufen und einer teuren Frequenzauktion das Geld zusammengehalten. Der Gewinn sank im ersten Quartal im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 1,5 Milliarden Schwedische Kronen, wie Ericsson mitteilt. Der Umsatz stieg dagegen dank der günstigeren Wechselkurse um 13 Prozent auf 53,5 Milliarden Kronen (5,74 Milliarden Euro). Ohne die Währungseffekte wäre der Erlös um 6 Prozent zurückgegangen.
Der Aufbau schneller Mobilfunknetze in China konnte den Rückgang beim gewinnträchtigen Geschäft mit Ersatzausrüstung in Nordamerika nicht ausgleichen. Kurzfristig werde das Nordamerika-Geschäft wohl auch weiter lahmen, während der Datenfunk LTE in China weiter schnell ausgebaut werde. Konzernchef Hans Vestberg verwies zudem auf ein starkes Geschäft in Indien und Nordostasien.
Der operative Gewinn sackte um fast ein Fünftel auf 2,1 Milliarden Kronen ab. Ohne Kosten für den Konzernumbau und das im November aufgelegte Sparprogramm hätte man aber abgeschnitten wie vor einem Jahr, hieß es. Bis 2017 will das Unternehmen rund 9 Milliarden Kronen einsparen – dieser Plan sei auf gutem Weg, hieß es. (anw)