Chip- und PC-Hersteller Micron enttäuscht die Börse

Der US-amerikanische PC- und Speicherchiphersteller Micron erreichte nicht ganz das von Analysten erwartete Quartalsergebnis.

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Der US-amerikanische PC- und Speicherchiphersteller Micron erreichte nicht ganz das von Analysten erwartete Quartalsergebnis. Mit einem Nettogewinn von 352,2 Millionen US-Dollar oder 58 Cent pro Aktie blieb man unter den vorausgesagten 60 Cent pro Aktie. Vor allem der schleppende PC-Absatz und der bröckelnde Preis für Speicherchips habe die Gewinne im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2001, das bei Micron am 30. November endete, reduziert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz zwar um 16,3 Prozent auf 1,558 Milliarden US-Dollar, doch der Gewinn kletterte nur um magere drei Prozent.

Der Micron-Geschäftsführer Steve Appleton war mit der Geschäftsentwicklung dennoch zufrieden. "Trotz schlechter werdender Marktbedingungen hatten wir ein sehr starkes Quartal." Im sehr erfolgreichen vorausgegangenen Geschäftsquartal verdiente Micron 1,26 Dollar pro Aktie. Das laufende Geschäftsquartal dürfte für Micron noch schwieriger werden. Nach wie vor sind die Speicherpreise extrem niedrig und der PC-Absatz läuft nicht wie geplant.

Das Micron-Tochterunternehmen Micron Electronics veröffentlichte gestern ebenfalls ein Quartalsergebnis, das mit 404 Millionen US-Dollar Umsatz und nur zwei Millionen US-Dollar Gewinn hinter den Planungen zurückblieb. Auch hier sollen der Preisverfall und der Absatzrückgang im PC- und Speichermarkt die Gründe für die enttäuschenden Ergebnisse sein. Obwohl die PC-Sparte der Micron Electronics 27 Prozent mehr Geräte verkaufte, stieg der Umsatz nur um fünf Prozent.

Der Speichermodulhersteller SpecTek, ein Tochterunternehmen der Micron Electronics, konnte trotz eines Umsatzes von 118 Millionen US-Dollar, was einem Wachstum von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht, nur wenig zum Gewinn beitragen. SpecTek bezieht die Speicherchips für die eigenen Module zu Vertragspreisen von Micron, die zurzeit weit über den Spotmarktpreisen liegen. Das sorgt für zu hohe Kosten, um am umkämpften Speichermarkt Geld verdienen zu können. (ciw)