Mehr als die Hälfte von Sachsens Kommunen im Internet

Die im Internet vertretenen Kommunen betrachten ihre Webseiten allerdings derzeit vor allem als "elektronische Litfaßsäulen".

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  • dpa

Mehr als die Hälfte der sächsischen Kommunen sind derzeit mit einer Homepage im Internet vertreten. Das ergab eine Umfrage der Sächsischen Anstalt für kommunale Datenarbeit (SAKD), die am heutigen Donnerstag in Dresden vorgestellt wurde. 324 Gemeinden haben einen Internetauftritt. Der Anteil von 57 Prozent Internetpräsenz liege weit über dem Bundesdurchschnitt, hieß es. Die Umfrage im Auftrag der Staatskanzlei wurde zwischen August und November durchgeführt.

Die im Internet vertretenen Kommunen betrachten ihre Webseiten derzeit vor allem als "elektronische Litfaßsäulen", sagte SAKD-Direktor Karl-Otto Feger. 88 Prozent dieser Kommunen bieten beispielsweise touristische Informationen, dahinter rangieren Zahlen und Fakten zur Kommune selbst (82 Prozent), Veranstaltungskalender (66 Prozent) oder Adressen und Öffnungszeiten von Behörden. Dagegen spiele die Vereinfachung und Verkürzung von Kommunikationswegen zwischen Behörden und Bürgern oder die Rationalisierung von Behördenarbeit noch eine untergeordnete Rolle.

Ein Drittel der noch nicht im Internet vertretenen Kommunen gaben als Grund dafür fehlende Finanzen an. 22 Prozent sehen derzeit keine Notwendigkeit für einen Internetauftritt. "Da ist noch einiges an Aufklärungarbeit zu leisten, denn schließlich leben wir in einer Informationsgesellschaft", sagte Feger. Nachholbedarf gebe es auch in Sachen E-Mail. Zwar seien nur zehn Prozent der Kommunen auf diesem Wege nicht erreichbar. Ein Großteil der anderen verfüge lediglich über Sammeladressen. (dpa) / (jk)