Riesiger Sonnenfleck nähert sich der Sonnenmitte
Der größte Sonnenfleck, der seit neun Jahren beobachtet worden ist, nähert sich der Sonnenmitte.
Der größte Sonnenfleck, der seit neun Jahren beobachtet worden ist, nähert sich der Sonnenmitte. Der Fleck ist zwölfmal größer als die gesamte Erdoberfläche. Er könnte nach Einschätzung der Weltraumwetter-Beobachter der NOAA mit 25 Prozent Wahrscheinlichkeit zu einem heftigen Strahlungsausbruch, einem so genannten Flare, der Klasse X führen. Starke Sonnenstürme können massive technische Problemen mit Störungen in der Satellitenkommunikation verursachen.
Der bisher größte Sonnenfleck ist 1947 beobachtet worden; er war dreimal größer als das jetzt beobachtete Exemplar. Auf ein Flare folgt in der Regel ein "koronaler Massenauswurf". Durch eine solche gigantische Explosion auf der Sonnenoberfläche werden Milliarden Tonnen ionisiertes Gas in den Weltraum geschleudert. Trifft die Schockfront das Magnetfeld der Erde, wird dies stark deformiert und durchgeschüttelt. Wenn geladene Teilchen in das Erdmagnetfeld und die Atmosphäre eindringen, kann dies zur Beobachtung von Nordlichern bis in mittlere Breitengrade, aber auch zu massiven technischen Störungen führen. 1989 legte ein starker Sonnensturm die Stromversorgug der Provinz Quebec lahm. (Siehe auch Telepolis: Riesengroßer Sonnenfleck entdeckt) (wst)