Outernet testet Empfänger für kostenloses Internet aus dem All

Viele große Unternehmen arbeiten derzeit an Internet-Versorgung aus der Luft - mit Drohnen, Ballons oder Satelliten. Das Start-up Outernet ist mit einem einfachen Dienst dieser Art schon weit vorangekommen.

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Outernet testet Empfänger für kostenloses Internet aus dem All
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Von
  • Sascha Mattke

Das Start-up Outernet ist dabei, Menschen in nicht mit modernen Infrastrukturen versorgten Gegenden Zugriff auf ausgewählte Internet-Inhalte zu ermöglichen. Dazu mietet es Übertragungskapazität auf Kommunikationssatelliten, die dann Wikipedia-Seiten, Gesundheitsinformationen oder Nachrichten zur Erde senden. Der Empfang erfolgt mit modifizierten TV-Receivern, der Abruf mittels WLAN über Computer, Smartphones oder Tablets. Derzeit werden die ersten 100 Protoypen des „Pillar“ genannten Empfangsgeräts getestet, berichtet Technology Review.

Aktuell versendet Outernet pro Tag etwa 200 Megabyte an Daten, was für regelmäßige Aktualisierungen bei Nachrichten und Wettervorhersagen ausreicht. Das Signal erreicht Nord- und Zentralamerika, den gesamten afrikanischen Raum unterhalb der Sahara, Europa sowie Teile von Asien und Nahost. Nach Schätzungen der UN nutzen 4,3 Milliarden Menschen noch nicht das Internet, weil die Kosten dafür zu hoch sind oder es in ihrer Gegend keine Infrastruktur dafür gibt.

Neben Outernet sind derzeit viele große Unternehmen dabei, Internet über alternative Infrastrukturen wie Ballons, Drohnen oder Satelliten in abgelegene Regionen zu bringen. Die meisten dieser Projekte zielen jedoch auf eine Integration mit bestehenden Telekommunikationsnetzen ab und sind nicht für eine kostenlose Nutzung vorgesehen. Das Projekt Internet.org von Facebook ermöglicht zwar kostenlosen Zugriff auf Teile des Web wie Wikipedia oder Nachrichtenseiten, erreicht aber nur Orte, die im Abdeckungsbereich von konventionellen Mobilfunknetzen liegen.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)