Python: PyPy 2.6 freigegeben
Die aktuelle Version des Python-Interpreters und JIT-Compilers PyPy bietet unter anderem die Möglichkeit, den statistischen Profiler vmprof einzusetzen, und kann zudem mit besserer Performance aufwarten.
- Julia Schmidt
Nach der Veröffentlichung der letzten Nebenversion im Februar dieses Jahres hat das Team hinter dem PyPy-Projekt nun Version 2.6 zur Verfügung gestellt. Zu den für das Release angegangenen Hauptarbeitspunkten zählen unter anderem Verbesserungen der Python-Kompatibilität und der Performance. Aber auch Unterprojekte wie das Paket für wissenschaftliche Berechnungen NumPy weisen Neuerungen auf.
Als besondere Verbesserungen des als CPython-Ersatz angedachten Projekts stellt das Team das Update des C Foreign Function Interface for Python (cffi) auf Version 1.1 und die Möglichkeit heraus, einen neuen statistischen Profiler zu nutzen. Bei Letzterem handelt es sich um vmprof, der ähnlich wie vtune oder gperftools arbeiten soll, mit dem Unterschied, dass er auf virtuellen Maschinen funktioniert und nicht auf C-Level.
Verbesserungen der Leistungsfähigkeit des JIT-Compilers konnten die Entwickler erzielen, indem sie dessen Code aufgeräumt und Refactoring-Maßnahmen durchgeführt haben. Weitere Optimierungsschritte sollen folgen. Um die Kompatibilität zu Python zu erhöhen, wurden unter anderem die Zusammenarbeit mit TLS 1.1 und 1.2 verbessert und die Option geschaffen, die Umgebungsvariable PYTHONOPTIMIZE zu nutzen. Auch in NumPy haben die Entwickler mit einem Refactoring angefangen, allerdings stehen hier die internen Regeln zur Typumwandlung (Typecasting) im Zentrum des Interesses. Das Paket kann nun wohl mit .can_cast und .min_scalar_type umgehen und weist durch neue Methoden besseren Support für Subtypes auf.
Weitere Details zu PyPy 2.6 lassen sich der Bekanntmachung entnehmen. Dort ist auch wieder darauf hingewiesen, dass das unter MIT-Lizenz geschĂĽtzte Open-Source-Projekt weiterhin nach freiwilligen Projektmitarbeitern und finanzieller UnterstĂĽtzung sucht. (jul)