Musio: Kleiner AI-Roboter soll täglich schlauer werden
Der Roboter Musio soll auf Fragen reagieren, an Termine erinnern und bei Bedarf das Licht einschalten. Der kleine Helfer läuft mit dem Betriebssystem Android.
(Bild: Themusio.com)
Auf Indiegogo sucht das Unternehmen AKA derzeit nach Unterstützern für einen smarten Roboter namens Musio. Der Helfer mit Katzenohren soll über eine ausgefeilte künstliche Intelligenz (KI) verfügen, die Unterhaltungen ermöglicht. Darüber hinaus soll der Roboter Befehle ausführen können und per Anbindung an das Internet an Termine erinnern, das Licht einschalten oder über E-Mail-Eingänge informieren.
Musio soll in drei unterschiedlichen Versionen angeboten werden, die sich hinsichtlich der Akku-Kapazität, des Speichers, der Schnittstellen und der Prozessorgeschwindigkeit unterscheiden. Das Einstiegsmodell „Simple“ setzt auf einen Zweikern-Prozessor mit 1,2 GHz, das „Smart“-Modell besitzt eine 1,2-GHz-Vierkern-CPU und kann via WLAN, Bluetooth 4.0 oder Zigbee mit dem Heimnetz verbunden werden. Das Spitzenmodell „Genius“ ist mit einem stärkeren Akku, 64 statt 16 GByte Speicher und einer Vierkern-CPU mit 2,5 GHz ausgestattet.
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Als Betriebssystem kommt Android in der Version 5.0 zum Einsatz. Die Akku-Laufzeit soll je nach Modell elf bis 13 Stunden betragen. Aufgeladen wird der 322 Gramm schwere Roboter über einen Micro-USB-Stecker. Darüber lässt sich das System auch programmieren. Die beiden besser ausgestatteten Versionen lassen sich über einen zu Arduino kompatiblen Atmega-328-Prozessor mit smarten Haushaltsgeräten verbinden. Als Zubehör bietet AKA einen Sophy getauften Controller an, der an einen Delfin erinnert. Damit sollen Kinder mit ausgedruckten Karten oder Bilderbüchern mit Musio interagieren können.
Privatsphäre gesichert?
Der Hersteller verspricht, dass Musio Tag für Tag schlauer werden und besser auf Befehle und Fragen reagieren soll. Das System sei für Technikenthusiasten gedacht, könne aber auch als Lernwerkzeug für Kinder verwendet werden. Da die gesamte Kommunikation offenbar auf die Server des Anbieters übertragen wird, drängt sich natürlich auch die Frage nach der Privatsphäre auf: Der Hersteller verspricht Verschlüsselung, auch Admins könnten keine Nutzerdaten einsehen. Ein Abhören über das integrierte Mikrofon sei nicht möglich. Die finale Version soll zudem über einen Ausschalter verfügen.
Die Simple-Version von Musio soll für 159 US-Dollar angeboten werden, das Smart-Modell kostet hingegen 299 US-Dollar. Die Genius-Ausgabe schlägt mit 599 US-Dollar zu Buche. Die Auslieferung des Roboters soll im Juni 2016 erfolgen. Zuvor muss jedoch noch das selbst gesetzte Spendenziel von 50.000 US-Dollar erfüllt werden. Bis jetzt wurden bereits über 22.700 US-Dollar gesammelt, bis zum Ende der Aktion bleiben noch 34 Tage. (axk)