Sat-TV-Anbieter Dish soll mit T-Mobile US über Fusion sprechen
Wird die Deutsche Telekom vielleicht doch noch ihre US-Tochter los? Berichten zufolge laufen aktuell Gespräche zwischen dem TV-Anbieter Dish und T-Mobile US über eine Fusion.
Um markige Worte nie verlegen: Dieses Gerücht verdiene keinen Kommentar, sagt T-Mobile-Chef John Legere.
(Bild: dpa, Gary He/Insider Images)
Nach Monaten der Ruhe gibt es wieder neue Spekulationen über die Zukunft von T-Mobile US: Der amerikanische Satellitenfernsehanbieter Dish spricht laut einem Pressebericht mit der US-Mobilfunktochter der Deutsche Telekom über eine Fusion. Wie das Wall Street Journal am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, sei man sich über den Preis aber noch nicht einig. T-Mobile-Chef John Legere solle das gemeinsame Unternehmen führen, während Dish-Chef Charlie Ergen Verwaltungsratschef werden solle.
Gemessen am Schlusskurs der Aktien von Mittwoch sind beide Unternehmen zusammen 64 Milliarden US-Dollar wert. T-Mobile-Chef Legere meinte zu dem Bericht, dieses Gerücht verdiene keinen Kommentar. Dish kann nach Einschätzung von Analysten für T-Mobile interessant sein, da der Konzern wichtige Funkfrequenzen habe, die derzeit ungenutzt seien.
Die Telekom hatte auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase Anfang des Jahrtausends den US-Mobilfunker Voicestream übernommen. Unter anderem wegen der daraus entstandenen hohen Schulden wollte der Konzern das US-Geschäft 2011 an AT&T verkaufen, scheiterte jedoch am Widerstand der US-Wettbewerbshüter. Im vergangenen Jahr gab es immer wieder Spekulationen zu T-Mobile, zu den damaligen Interessenten soll auch schon Dish gehört haben. Die Telekom selber ist offen für einen Verkauf – wenn der Preis stimmt. Vorbörslich stieg die T-Aktie um über 2,5 Prozent. (axk)