Swisscom wehrt sich gegen Entbündelung der letzten Meile

Der ehemalige Schweizer Telekom-Monopolist will den Entscheid der Regulierungsbehörde zur Öffnung der Orstnetze gerichtlich anfechten.

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Von
  • Nick Lüthi
  • Bern

Der ehemalige Schweizer Telekom-Monopolist Swisscom will den Entscheid der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom), wonach die "letzte Meile" des Swisscom-Festnetzes freizugeben sei, nicht akzeptieren. Swisscom will den Entscheid nun vor dem Bundesgericht anfechten.

Am heutigen Freitagmorgen hat ComCom einem Gesuch des Telekommunikationsanbieters diAx statt gegeben und Swisscom dazu verpflichtet das Festnetz auf der letzten Meile – also bei den Hausanschlüssen – für andere Anbieter sukzessive und partiell zu öffnen. Swisscom fühlt sich durch das Vorgehen vom ComCom benachteiligt. Dieser Eingriff verzerre den Wettbewerb.

Schließlich sei Swisscom von sich aus bei anderen Optionen für die Überbrückung der letzten Meile, wie etwa WLL (Wirless Local Loop) oder Fernsehkabel, kürzer getreten, teilt der ehemalige Monopolist mit. Eine marktbeherrschende Stellung könne Swisscom deshalb nicht vorgeworfen werden. Außerdem sei das Gutachten der eidgenössischen Wettbewerbskommision, auf das sich der aktuelle ComCom-Entscheid stützt, veraltet und als Entscheidgrundlage überholt. (Nick Lüthi, Bern) / (jk)