Gigabit-Kabel-Router mit schnellem WLAN

TP-Link bringt mit dem CR700v einen Router mit integrierter Telefonanlage und Dualband-WLAN auf den Markt, der als universelles Zugangsgerät auch an Kabel-Internet-Anschlüssen der nächsten Generation laufen soll.

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Kabel-Router mit 11ac-WLAN

(Bild: TP-Link)

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Florian Klan

TV-kabelseitig empfängt der VoIP-fähige WLAN-Router CR700v von TP-Link Daten über sein DOCSIS-3.0-Kabelmodem mit bis zu 900 MBit/s (Downstream). In Senderichtung bringt es das Gerät maximal auf 120 MBit/s (Upstream). Das genügt nicht nur, um aktuelle Kabel-Anschlüsse auszureizen, sondern bietet auch Reserve für das nächste Geschwindigkeits-Upgrade: Anbieter wie Primacom stellen 400 bis 500 MBit/s für den Downstream in Aussicht. TP-Link will den Router über die Internet-Provider als Netzabschlussgerät an den Kunden bringen. Fällt der Routerzwang in Zukunft weg, sollen die Geräte auch in den Einzelhandel kommen.

Der WLAN-Router Archer CR700v von TP-Link soll Daten an DOCSIS-3.0-fähigen Kabelanschlüssen mit bis zu 900 MBit/s empfangen.

(Bild: TP-Link)

WLAN-Clients bindet der CR700v sowohl im 2,4- als auch im 5-GHz-Band mit drei unabhängigen Datenströmen an (3-Stream-SU-MIMO). Beiden Funkmodulen hat der Hersteller je drei interne Antennen spendiert, die die Verbindung mit Beamforming verbessern. Im 5-GHz-Band überträgt er bis zu 1300 MBit/s brutto nach dem Funkstandard IEEE 802.11ac. Im 2,4-GHz-Band schafft er höchstens 450 MBit/s brutto (IEEE 802.11n).

Bei Auslieferung werden dem Gerät die automatische Kanalwahl DFS (Dynamic Frequency Selection) und die Sendeleistungskontrolle TPC (Transmit Power Control) fehlen. So darf es in Deutschland im 5-GHz-Band nur auf den Kanälen 36 bis 48 funken. Damit drohen durchsatzhemmende Kollisionen mit Nachbar-WLANs, die auf den gleichen Kanälen arbeiten. DFS soll später per Firmware-Update kommen, damit der Router auch die hohen Kanäle 52 bis 140 verwenden darf.

FĂĽr VoIP-Telefonate lassen sich zwei analoge Telefone per RJ11-Buchse an den Router anschlieĂźen. Zudem besitzt der CR700v vier Gigabit-Ethernet-Ports und zwei USB-2.0-AnschlĂĽsse, ĂĽber die er optional Drucker oder Speichermedien im Netzwerk bereitstellt.

Das Gerät ist laut Hersteller IPv6-fähig. Es lässt sich unter anderem per SNMP v1 und v2c verwalten. Pro Funkband spannt es auf Wunsch ein Gastnetz auf. TP-Link will den CR700v zum Ende des dritten Quartals auf den Markt bringen; einen Preis nannte man nicht. (fkn)