Jagoda: Green Card brachte 4.000 zusätzliche Arbeitsplätze

Die so genannte Green-Card-Initiative der Bundesregierung hat laut Arbeitsamt-Chef Bernhard Jagoda im Jahr 2000 zu etwa 4.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Computer-Branche geführt.

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  • dpa

Die so genannte Green-Card-Initiative der Bundesregierung hat im Jahr 2000 zu etwa 4.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Computer-Branche geführt. Das teilte der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, am Dienstag im Berliner Sender F.A.Z. 93.6 Berlin mit. Jagoda wertete die Entwicklung als Erfolg.

Die Green Card erleichtert IT-Experten von außerhalb der EG-Staaten die direkte und relativ unbürokratische Arbeitsaufnahme in Deutschland. Laut Jagoda gab es 1999 in der so genannten IT-Branche einen Zuwachs von 35.000 Arbeitsplätzen. 2000 seien es in diesem Bereich rund 50.000 neue Arbeitsplätze gewesen, davon etwa 4.000 direkt über die Green-Card. "Das ist eine positive Entwicklung", betonte Jagoda

Die Bundesanstalt für Arbeit habe nach Inkrafttreten der Regelung "sehr schnell gehandelt." Über das Internet seien der deutschen Wirtschaft "14.000 Bewerber angeboten worden, die bereit sind, nach Deutschland zu kommen", erklärte Jagoda. Auch im kommenden Jahr werde es weitere Genehmigungen geben. Das Kontingent sei zunächst auf 10.000 begrenzt. Anschließend werde die Bundesregierung prüfen, ob weitere 10.000 Green-Cards erteilt werden könnten.

Kritisch äußerte sich der Behörden-Präsident zu Forderungen, die Genehmigungen auch auf andere Wirtschaftsbereiche auszudehnen. Allerdings sollte die Idee weiter verfolgt werden, "denen, die hier studiert haben, im Anschluss eine Beschäftigungsmöglichkeit in Deutschland anzubieten." Dies sei für den Arbeitsmarkt verkraftbar und erhöhe die Attraktivität des Studienstandortes Deutschland. (dpa) (jk)