Glimmziffern hinter Glas

Schaut man sich heute Filme aus den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts an, in denen es um Technik und Wissenschaft geht, tauchen immer wieder Messgeräte auf, deren Anzeigen aus orangefarben glühenden Ziffern in Glaskolben bestehen. Was sind das für Dinger, die einen auch in den Zeiten von Flachbildschirmen mit 4K-Auflösung noch in den Bann ziehen? Und wie funktionieren sie?

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Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Hans Borngräber

Der Artikel in der Make-Ausgabe 3/15 beschreibt ein Messgerät mit Nixie-Röhren-Anzeige. Hier gibt es die Stücklisten, Schaltpläne, Platinenlayouts und kompilierten HEX-Files für den Mikrocontroller zum Download [ZIP-Archiv] . Ein Online-Artikel beschreibt zudem, wie man sich einen batteriebetriebenen Nixie-Tester baut, der auf dem Radioflohmarkt vor dem Kauf defekter Glimmanzeigen warnt.

Die Stücklisten liegen als CSV-Datei vor und lassen sich in Tabellenkalkulationen wie Excel sowie mit LibreOffice oder OpenOffice öffnen. Die Schaltpläne sind im Eagle-Format enthalten (Dateiendung .sch); man kann sie mit der kostenlosen Light-Version von Eagle laden. Für Anzeige und Druck der Platinenlayouts (Dateiendung .lay6) installiert man sich den kostenlosen Sprint-Layout Viewer. Für den Mikrocontroller liegen zwei Versionen bei: die eine ist für den ATmega8 kompiliert, die andere für den ATmega88.

Die Recherchen zu diesem Artikel waren recht aufwendig, da sehr viel Widersprüchliches zur Historie der Nixies veröffentlicht wurde und wird. Ich habe mich an alten Bauteilkatalogen aus den Jahren 1952 bis 1960 orientiert sowie an Veröffentlichungen des US-Patentamtes. Die Widersprüche entstanden wohl durch die sehr zurückhaltende Informationspolitik der beteiligten Firmen, weil wirtschaftliche Interessen im Vordergrund standen. Wer mehr Informationen zum Thema sucht, wird im Internet zwar leicht fündig, aber eine kritische Haltung ist empfehlenswert. Erste Einstiegspunkte liefern die folgenden Links:

Den vollständigen Artikel zu Nixie-Röhren lesen Sie in der Make-Ausgabe 3/15 ab Seite 36. Eine Einführung in die Röhrentechnik allgemein mit drei Bauvorschlägen (unter anderem für einen Audio-Verstärker) finden Sie in der Make-Ausgabe 2/15 am Seite 110. (pek)