Land(y)lust

Es ist eine einzigartige Sammlung, die alle zwei Jahre auf einer Kuhweide der Springbok Estate bei Cranleigh, eine Autostunde nordwestlich von London präsentiert wird. Zur Besichtigung reisen rund 5000 Besucher an. Sollte sich das Event aber herumsprechen, werden es sicher ein paar mehr

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Klassiker
Lesezeit: 6 Min.
Von
  • JĂĽrgen Wolff
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Springbok Estate, 16. Juni 2015 – Es ist eine einzigartige Sammlung, die alle zwei Jahre auf einer Kuhweide der Springbok Estate bei Cranleigh, eine Autostunde nordwestlich von London präsentiert wird. Zur Besichtigung reisen rund 5000 Besucher an. Sollte sich das Event aber herumsprechen, werden es sicher ein paar mehr.

Bevor der erste Land Rover 1948 in die Produktion ging, probierten die Ingenieure um seinen Erfinder Maurice Wilks erst einmal aus, wie ihr Arbeitsgerät aussehen sollte. Vom allerersten Entwurf, einer Mischung aus Karosserie, Achsen und Lenkung eines Jeeps mit eigenen Rover-Teilen, gibt es nur noch einen Nachbau aus dem Jahre 2005. Der Prototyp machte damals den britischen Entwicklern zumindest schon mal klar: So sollte ihr Allradler ganz sicher nicht aussehen. Es brauchte ein paar Dutzend Prototypen, bis sie eine Form gefunden hatten, die ihren Vorstellungen entsprach. 20 dieser Einzelstücke existieren noch heute. Immerhin 17 davon waren übers Wochenende zu sehen – zusammen mit fast 123 anderen Modellen.

Land(y)lust (19 Bilder)

Die Dunsfold Collection stellt ihre Land Rover in diverse Garagen und stellt sie nur alle zwei Jahre aus.

Die kleine Parade der Land Rover-Prototypen bildete die Ehrengarde für eine einzigartige Sammlung. Es ist eine sehr spezielle Sammlung von Land Rover-Modellen. Brian Bashall hat 1968 mit der Sammlung begonnen. Seit 1993 läuft sie unter dem Namen "Dunsfold Collection". Ein Museum gibt es nicht – die Fahrzeuge werden das Jahr über in diversen, verstreuten Schuppen und Garagen eingelagert. Seit einem Jahr managt Brian Bashalls Sohn Philip die Sammlung. Mittlerweile ist sie in eine gemeinnützige Stiftung umgewandelt. Das große Ziel: Ein öffentlich zugängliches Museum für alle Fahrzeuge. Bislang ist das vor allem an den Grundstückspreisen im Einzugsgebiet um London gescheitert, sagt Philip Bashall: "Wir werden wahrscheinlich nach Mittelengland umziehen müssen, vielleicht nach Birmingham." Noch aber ist ein Wochenende lang die Springbok Farm ein Mekka für Land Rover-Fans.