ThemenmolekĂĽl: Im Inneren von Allem

Peter Glasers Link-Gravitationswolke aus der Welt der Wissenschaft und Technologie.

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Von
  • Peter Glaser

Auf meinen ausgedehnten Expeditionen durch das Netz finde ich immer wieder bemerkenswerte Informationssplitter, Inspirationsquellen und Objekte, die sich im Lauf der Zeit zu digitalen Themenmolekülen verbinden. Von Zeit zu Zeit möchte ich der geneigten Leserschaft an dieser Stelle solche kleinen Link-Gravitationswolken aus den Arealen der (fröhlichen) Wissenschaft und Technologie vorlegen. Heute: Ein Molekülmix aus der wunderbaren Welt des forschenden Geistes – was das WWW über Astronauten-Eiscreme, einen geschulterten Schrödiger und die Evolution weiß.

Liebe ist wie Pi – natürlich, irrational und sehr wichtig (via Neatorama). Wer sich dazu auch noch angemessen kleiden möchte, für den gibt es hier den passenden Pi-Schlips. Und da der Sommer unaufhaltsam auf dem Weg ist, für Freunde kreisformelig korrekter Abkühlung hier noch eine Pi-Eiswürfelform. Anverwandt: Ice, the final frontier – Astronauten-Eiscreme. Sowie Tetris-Eiswürfelförmchen. Außerdem: Eiswürfel in Lego-Form.

Der wahrscheinlich einzige Song der Welt ĂĽber Mitochondrien. Sogar isolierte Kulturen verstehen die Emotionen, die durch westliche Musik transportiert werden (via Cognitive Daily).

13 Phänomene, die (noch) keinen Sinn machen: Vom Placebo-Effekt bis zu mysteriösem Methan auf dem Mars.

Der Schulterblatt-Schummelzettel: Joe schreibt im Blog des Discover Magazine: "Meine Tätowierung besteht aus drei Zeilen mit Gleichungen. In der ersten Zeile steht die Born-Oppenheimer-Näherung (eine Methode zur Lösung der Schrödingergleichung für ein System mit mehreren schweren und wenigstens einem leichten Teilchen), in der zweiten Zeile eine dreidimensionale Schrödingergleichung und in der dritten die Lösung wiederum in Form einer Schrödingergleichung. Als Biochemiker und Molekularbiologe habe ich mich ausführlich mit diesen Dingen auseinandergesetzt und muß sagen: Schrödinger ist mein Favorit. Das Tatoo hat mir Lisa von den Red Sky Studios in Tucson, Arizone gemacht." Hier noch mehr mathematische Tatoos.

Eine Brücke aus fließendem Wasser: Das ungewöhnliche Phänomen haben Elmar Fuchs und seine Kollegen von der TU Graz entdeckt. Mit elektrischer Hilfe kann Wasser bis zu 25 Millimeter lange Fließbrücken bilden.

Korallen: Eine fantastische Fotogalerie der US-National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA).

Extreme Röntgenfotografien: Der Fotograf Nick Veasey nimmt uns mit ins Innere von Allem.

Röntgenkunst: Im Sommer 2007 startete der Medizinstudent Satre Stuelke in New York das Projekt Radiology Art. Dabei werden verschiedene Objekte eingehend sichtbar gemacht, die für unsere moderne Gesellschaft von kultureller Bedeutung sind. Die Bilder aus einem alten Forschungs-Computertomographen werden mit der Imaging-Software Osirix auf einem iMac erstellt.

Der Röntgenator: Reizvolle Radiographien von Surfactant auf Flickr. Röntgenkristallographien und Atomstrukturen als Muster für Tapeten, Kleiderstoffe und Haushaltswaren: ein Projekt anläßlich des Festival of Britain 1951. Die Bakterienkeramik des britischen Designers Tamsin Van Essen.

Probleme statt Lösungen: Die mathematische Uhr zeigt die Stunden in Form verschiedener Notationen. Das Ziffernblatt wurde mit Hilfe von LaTeX beschriftet.

Eine Zeitrafferaufnahme vom Aufbau des ATLAS-Experiments am CERN von 2003 bis 2008 (YouTube-Video).

E=mc hoch 2 – Albert Einstein erläutert seine berühmte Formel (YouTube, Audio).

Die Entstehung des Lebens: Eine Entdeckungsreise durch die Evolution. (wst)