Infineon: Nummer Eins bei Chips fĂĽr UMTS-Handys
Die Siemens-Tochter plant einen Handy-Chip, der die parallele Nutzung der alten GSM- und der neuen UMTS-Netze mit einem Mobilfunkgerät ermöglichen soll.
Ein von der Siemens-Tochter Infineon geplanter Handy-Chip soll ab Ende 2002 die parallele Nutzung der alten GSM- und der neuen UMTS-Netze mit einem Mobilfunkgerät ermöglichen. Infineon kann bereits erste Muster des M-Gold genannten Dual-Mode-Bausteins vorweisen.
In knapp drei Jahren werden nach Einschätzung des Unternehmens weltweit rund 30 Millionen Menschen mit UMTS-Handys ausgerüstet sein; der größte Teil davon werde beide Mobilfunkverfahren unterstützen. Mit der Produktion des weltweit ersten Chips dieser Art wolle man die unangefochtene Spitzenposition auf dem Markt der neuen Dualband-Handys erobern, sagte Infineon-Vorstand Peter Bauer am Donnerstag in München.
Aber andere Chip-Hersteller haben diesen lukrativen Markt ebenso im Auge und werden ähnliche Dual-Mode-Bausteine entwickeln müssen. Es muss sich also erst noch erweisen, ob Infineons Wünsche in Erfüllung gehen oder ob es nur bei einer Spitzenposition im Bereich Ankündigen bleibt. Bis Ende 2002 bleibt der Konkurrenz schließlich noch genügend Zeit, eigene Ankündigungen und vor allem fertige Bausteine zu liefern. (dz)