C&P-Geschäftsführer Arnd von Wedemeyer antwortet Damian Sicking
Ja, gejammert wird immer. Daher finde ich es richtig, dass über das Thema Adressdatenhandel jetzt offensiv diskutiert wird.
"Was halten Sie eigentlich von der aktuellen Diskussion um den Handel von Kundendaten?" fragte Damian Sicking am 10. September in seiner Kolumne auf heise resale C&P-Geschäftsführer Arnd von Wedemeyer. Der Chef des E-Tailers Notebooksbilliger.de sendete uns folgende Antwort:
Lieber Herr Sicking,
Ja, gejammert wird immer. Und solange wir noch jammern können, geht’s uns doch gut, oder? Als ich mir vorgestellt habe, nach einem 3-Stunden-Lauf auf dem Sofa zu liegen, bin ich spontan über meiner Tastatur eingeschlafen. Und Francesco hätte mich nicht wachklingeln können!
Aber im Ernst: Ich finde es richtig, dass über das Thema Adressdatenhandel jetzt offensiv diskutiert wird. Und ich persönlich glaube, das es im Eigeninteresse eines jeden Dienstleisters sein sollte, die Daten seiner Kunden nicht weiterzugeben. Wir möchten unsere Kunden gern über unsere Produkte und Leistungen informieren. Haben aber überhaupt kein Interesse daran, dass andere das gleiche tun. Da mir Vertrauen in die Seriosität vieler Adresshändler fehlt, haben wir immer davon abgesehen, solche Offerten anzunehmen. Und wenn purer Eigennutz sogar die weiße Weste sichert, ist das doch optimal, oder?
Ich wünsche allen freigestellten Lehrern und den wenigen anderen Würdenträgern viel Spaß bei der Diskussion dieses Themas. Und bin sicher, dass wir wieder ein spannendes, umfangreiches aber lückenhaftes Regelwerk an die Seite gestellt bekommen werden, das einen legalen Serverbetrieb dann nur noch im Irak ermöglicht. Aber sei´s drum, wir werden einfach wieder darüber jammern und zum Tagesgeschäft übergehen.
Beste Grüße aus Potsdam,
Arnd v. Wedemeyer (map)