Lothar Harbich: Drucken ist wichtig!
Ob das Drucken nun sinnvoll oder "altmodisch" ist, muss jeder für sich beantworten. Und gesundheitliche Schäden durch Laserdrucker sind jedenfalls bisher nicht zweifelsfrei nachgewiesen.
Lieber Herr Sicking,
vielen Dank, dass Sie sich in Ihrer Kolumne vom 21.10.2008 die Zeit genommen haben, sich mit dem Thema Drucken zu beschäftigen. Seien Sie versichert, dass Sie weder Ihre wertvolle Zeit, noch die Ihrer Leser "verdampft" haben.
Warum? Weil Drucken wichtig ist. Vielleicht nicht unbedingt für Sie, wie ich Ihrem Brief entnehme, aber doch für einen Großteil Ihrer Leser. Denn die GfK spricht nach wie vor von einem Wachstumsmarkt und auch keiner der rund 1.000 Händler, die in diesen Tagen unsere Roadshow besuchen, hat die Absicht, weniger Geschäft mit Druckern zu machen oder den Vertrieb von Druckern in Gänze einzustellen.
Es ist nun mal ein Faktum, dass in deutschen Büros gedruckt wird. Ob das Drucken nun sinnvoll oder "altmodisch" ist, muss doch aber jeder für sich beantworten. So wie auch jeder für sich beantworten muss, ob Autofahren sinnvoll oder altmodisch ist – das Auto ist schließlich noch älter als der Laserdrucker. Überhaupt kann man die Notwendigkeit des Druckens wohl kaum auf die Mode oder das Alter reduzieren. Das Telefon ist schließlich auch älter. Das elektrische Licht ebenso und der Computer – um nur ein paar Dinge aufzuzählen, auf die auch Sie sicherlich nicht mehr verzichten wollen.
Dabei handelt es sich, lieber Herr Sicking, auch nicht um einen Fall von "Vor- und Nachteilen auf beiden Seiten". Uns ist keine einzige seriöse Studie bekannt, die zweifelsfrei beweist, dass es beim Einsatz von Laserdruckern zu gesundheitlichen Schäden kommt. Die von ihnen zitierte Computerbild schreibt dazu: "Auch nach vielen Studien und Untersuchungen weiß niemand genau, ob der Betrieb von Laserdruckern gesundheitsschädlich ist oder nicht." Wenn Ihnen das nicht genügt, greifen Sie doch einfach auf Geräte auf Tintenbasis zurück. Auch davon haben wir zahlreiche Modelle im Portfolio, die wir gerne feilbieten. Aber unser Thema ist ja heute die Effizienz.
Als Arbeitgeber können Sie selbstverständlich selbst entscheiden, ob Ihnen die körperliche Ertüchtigung und die gruppendynamischen Prozesse in der Kaffeeküche Ihrer Mitarbeiter wichtiger sind oder ob Sie mit effizienteren Arbeitsabläufen günstiger produzieren, mehr Aufträge an Land ziehen und Ihre Mitarbeiter besser bezahlen können. Diese Entscheidung können und wollen wir niemandem abnehmen. Was wir aber können, ist darauf aufmerksam machen, dass bei der Druckkostenbetrachtung mehr bedacht werden muss als Gerät plus Toner plus Papier – und, dass die Kosten in vielen Fällen sogar verschwindend gering sind gegenüber jenen, die durch falsche Arbeitsmittel anfallen.
Lieber Herr Sicking, was halten Sie davon, wenn Sie auf einer unserer Roadshow-Termine vorbeischauen? Dort können Sie dies alles auch mit Fachhändlern diskutieren, die jeden Tag mit Anwendern zu tun haben, die drucken müssen. Ist es nicht viel besser und angenehmer, die sozialen Kontakte bei einem gut gekühlten Bier zu pflegen, als bei Neonröhrenlicht am Drucker auf dem Flur? Ich würde mich freuen!
Beste Grüße, Ihr
Lothar Harbich (map)