Zum Wochenstart

Die Themen: Wieder mehr Existenzgründer? - Neue SaaS-Rechnungssoftware "LexLive" - Was Schauspieler Heinz Hoenig damit zu tun hat - Lohnt sich die Registrierung als Händler beim preisgekrönten "Käuferportal"? - Aetka-Geschäftsführertreffen

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Lesezeit: 5 Min.
Von
  • Damian Sicking

Liebe Leser,

wegen der Krise, sagen manche Experten, werden sich spätestens in der zweiten Jahreshälfte mehr Menschen selbstständig machen. Und zwar nicht die intellektuellen Habenichte und sonstigen Nichtskönner, sondern im Gegenteil Menschen, die wirklich was auf dem Kasten haben. Menschen, die in ihrem Job so gut sind, dass sie überall arbeiten könnten, wenn sie nur wollten. Also Menschen wie Sie und ich.

Das Schöne an der Selbstständigkeit ist ja unter anderem, dass man Rechnungen schreiben kann. Noch schöner ist freilich, wenn diese Rechnungen dann auch bezahlt werden, aber das ist ein anderes Thema. In diesem Zusammenhang kommt uns eine Meldung des Softwareanbieters Lexware gerade recht, der sein neues Programm "LexLive" ankündigt. Es handelt sich allerdings nicht einfach um ein Paket Software, das man auf seinem Rechner installiert und dann geht’s los. Nein, "LexLive" ist etwas ganz Besonderes, nämlich ein "innovatives Rechnungsportal" oder, um alle falsche Bescheidenheit sein zu lassen, ein "Software-Meilenstein für Selbstständige". Behauptet jedenfalls Lexware.

Die Software ist momentan noch nicht verfĂĽgbar, aber auf der Website www.lexlive.de kann man sich schon mal eine Demo-Version ansehen. Macht einen ganz guten Eindruck, wenn Sie mich fragen. Dass Lexware selbst ziemlich stolz ist auf das neue Programm, zeigt auch der Werbeclip, fĂĽr den die Freiburger den bekannten Schauspieler und begeisterten Rechnungsschreiber Heinz Hoenig ("Ordentliche Rechungen schreibt man nicht, die lext man.") verpflichtet haben. Wer will, kann sich den Clip auf Youtube ansehen.

ExistenzgrĂĽnder Robin Behlau (links) und Mario Kohle

(Bild: Käuferportal.de)

LexLive kann man nicht kaufen, sondern nur abonnieren. Denn LexLive funktioniert nach dem SaaS-Modell. In diesem Jahr noch kostenlos, ab Januar 2010 für 4,99 Euro pro Monat. Ob der Channel in irgendeiner Form daran mitverdient (z. B. in Form einer Tipp-Provision), wird bei Lexware derzeit noch diskutiert. Falls nicht, wird der Handel seinen Kunden womöglich ein anderes Produkt empfehlen, und Lexware muss viel Geld in die Endkundenwerbung stecken.

Was der Existenzgründer unbedingt braucht, um die neue Software von Lexware zu nutzen, ist zumindest ein PC und ein Drucker, besser noch ein Multifunktionsgerät. Und auch sonst braucht er noch ein paar Sachen, die zu einem richtigen Selbststständigen dazugehören (nein, die blonde Sekretärin gehört nicht zu den Unabdingbarkeiten!). Wer nun von den frisch gebackenen Existenzgründern vor lauter Akquise und Beschäftigung nicht dazu kommt, sich um die Beschaffung seines Equipments und seiner Büroausstattung zu kümmern, dem greifen die Kollegen vom Käuferportal gerne unter die Arme. Das Käuferportal wurde erst im vergangenen Jahr von den beiden Existenzgründern Robin Behlau und Mario Kohle (!) aus der Taufe gehoben und funktioniert so: Wer zum Beispiel ein Notebook braucht, kann auf der Käuferportal-Homepage eintragen, was er sich vorstellt und wie viel Geld er anlegen möchte. Die Käuferportal-Jungs klingeln eventuell noch mal telefonisch durch, um ein paar Details zu klären und geben anschließend die Anfrage an diejenigen Händler weiter, die sich ihrem Netzwerk angeschlossen haben. Diese können dann ein Angebot abgeben. Die Käuferportal-Gründer sind für ihre Idee mit ein paar Preisen (unter anderem Bitkom-Innovationspreis 2009) und einem hübschen Artikel in der Handelsblatt-Beilage "Karriere" belohnt worden.

Ob es sich für Händler lohnt, sich in dem Netzwerk als Anbieter registrieren zu lassen, muss jeder für sich entscheiden. Die Registrierung ist zwar kostenlos, die Vermittlungsprovisionen fallen aber ziemlich happig aus. Sie liegen zum Beispiel bei einem PC bei 29,50 Euro und bei einem Laserdrucker bei 26,70 Euro. (Wie hoch war noch genau die Marge, die Sie beim Verkauf eines PCs bzw. Laserdruckers haben?)

Was bringt die kommende Woche aus Channel-Sicht? Nach Ingram Micro in der vergangenen lädt auch in dieser Woche wieder ein Distributor seine Partner aus dem Channel ein. Genauer gesagt ist es nicht der Distributor selbst, nämlich TK-Großhändler Komsa, sondern seine Kooperation Aetka. Am Samstag und Sonntag findet am Firmensitz in Hartmannsdorf bei Chemnitz das "Aetka-Geschäftsführertreffen mit Einkäufermesse" statt. Das Motto der Veranstaltung lautet "Fitness@Business", und so warten nebem dem obligatorischen Ausstellungs- und Vortragsprogramm auch ein paar prominente Sportler auf die Aetka-Handelspartner und ihre Familien: die Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, die Rekord-Kanutin Birgit Fischer, der "goldene" Diskuswerfer Lars Riedel sowie der "König der Athleten" und Zehnkämpfer Christian Schenk, allesamt zum Teil mehrfache Olympiasieger und Weltmeister. Dafür setzt man sich gerne mal ins Auto und fährt die 400 Kilometer von München nach Hartmannsdorf. Vielleicht sieht man sich?

Beste GrĂĽĂźe

Damian Sicking

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