Aetka-Geschäftsführertreffen: Ein schöner Tag in Sachsen

Am vergangenen Wochenende fand am Firmensitz im sächsischen Hartmannsdorf das Aetka-Geschäftsführertreffen statt. Aetka ist die Fachhandelskooperation des TK-Distributors Komsa AG. Es waren aber nicht nur Geschäftsführer da. Erfreulicherweise!

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Von
  • Damian Sicking

Aetka-Chef Bauer (Mitte) mit den Olympiasiegern Pechstein, Riedel, Fischer und Schenk (v. l. n. r.)

(Bild: aetka)

Lieber Aetka-Vorstand Uwe Bauer,

ganz schön sportlich und weltmeisterlich ging es am vergangenen Samstag beim Aetka-Geschäftsführertreffen in Hartmannsdorf bei Chemnitz zu. Mit Claudia Pechstein (Eisschnelllauf), Birgit Fischer (Kanu), Lars Riedel (Diskuswerfen) und Christian Schenk (Zehnkampf) hatten Sie gleich vier ehemalige Weltmeister und Olympiasieger als prominente Gäste eingeladen, die auch während des gesamten Tages anwesend waren und für Gespräche, Fotos und bewundernde Blicke zur Verfügung standen. Die Teilnahme der Sport-Prominenz machte Sinn, denn das Motto der Veranstaltung lautete "fitness@business", was Sie mit der Bemerkung erläuterten, dass der Markt an Aetka und die Aetka-Partner gerade jetzt "einige sportliche Herausforderungen" stellt. Überhaupt Sport und Wirtschaft: Wer meint, dass es hier keinen Zusammenhang gebe, der soll sich mal eine halbe Stunde mit Ex-Diskus-Champion Lars Riedel unterhalten – anschließend denkt er ganz anders darüber.

Das Aetka-Geschäftsführertreffen ist anders als die Hausmessen anderer Firmen. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass ausdrücklich auch die Familien mit eingeladen sind. Für die ist ein spezielles Rahmenprogramm vorbereitet, in diesem Jahr drehte sich natürlich alles um Sport. Dementsprechend war die gesamte Veranstaltung von einer sehr sympathischen familiären Atmosphäre geprägt. Dass die Sonne herauskam, verbesserte noch die Laune der Gäste und die der rund 70 Aussteller.

Fast konnte man vergessen, dass die konjunkturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen das Aetka-Treffen stand, nicht gerade die besten waren. Schon das vergangene Jahr war für die TK-Branche nicht leicht, und vieles spricht dafür, dass dieses Jahr noch härter wird. So lagen die Umsätze in der TK-Branche nach Messungen der GfK in den ersten Monaten dieses Jahres rund sechs Prozent unter Vorjahr, und die Aussichten sind nicht gut. Vor allem im Bereich Mobile Phones verzeichnen die Händler einen starken Rückgang, der durch Zuwächse bei den Smartphones nicht kompensiert werde. Dennoch haben nicht alle TK-Händler Probleme, betonten Sie, allerdings gehe die Schere zwischen den erfolgreichen und denen, die zu kämpfen haben, immer weiter auseinander. Bisher konnten Sie wenig Pleiten von TK-Händlern registrieren, aber auch die Zahl der Neugründungen halte sich in Grenzen.

Sie selbst, lieber Herr Bauer, sehen die Kooperation Aetka mit rund 2.300 Partnern recht gut aufgestellt. Nach eigenen Angaben ist Aetka mit 34 Prozent Marktanteil die bundesweit größte Kooperation im freien TK-Fachhandel. In den vergangenen Monaten konnten Sie Marktanteile und 160 Mitglieder hinzugewinnen.

Als wesentliche Aufgabe Ihrer Kooperation sehen Sie neben der Unterstützung im Tagesgeschäft an, den Aetka-Partnern Trends aufzuzeigen und Orientierungshilfen zu bieten. Klar: Viele Händler gehen so stark im Daily Business unter, dass sie zu wenig Zeit für strategische Fragen haben. Auch hierfür ist eine Veranstaltung wie das Aetka-Geschäftsführertreffen gut. Und in zahlreichen Vorträgen und Workshops konnten sich die Besucher über Trends und Entwicklungen informieren und mit den Herstellern darüber diskutieren. Wichtig auch, dass die Führung der Kooperation selber Akzente setzte und Angebote machte. Sie taten dies am vergangenen Wochenende mit der Bekanntgabe der Kooperation mit dem PC-Hersteller Bluechip Computer AG aus Meuselwitz in Thüringen (rund 210 Mitarbeiter, 72 Millionen Euro Umsatz). Aetka-Partner können die Produkte von Bluechip kaufen, ohne dass sie dort eine Kundennummer oder Kreditlinie benötigen. Dafür haben Sie ein Zentralregulierungsabkommen mit Bluechip übernommen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Mobilisierung der Gesellschaft seien in erster Linie – wie schon die Mobilrechner von HP – die Bluechip-Notebooks für die TK-Händler eine interessante Erweiterung des Sortiments, sagten Sie bei der Bekanntgabe der Kooperation.

Lieber Herr Bauer, Sie haben das Geschäftsführertreffen zum ersten Mal in den Räumen der Muttergesellschaft Komsa am Firmensitz in Hartmannsdorf durchgeführt. Eine gute Entscheidung, wenn Sie mich fragen. Gerade dass die Ausstellung nicht in einer der sonst oft üblichen Hallen stattfand, sondern sich über das architektonisch gelungene Firmengebäude verteilte, unterstützte die familiäre und lockere Atmosphäre. Der Besuch war eine Reise wert.

Beste Grüße

Damian Sicking

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