Hintergrund Minox - von den Spionagekamers zur Jagdausrüstung
Wer heute den Namen Minox hört, denkt an James Bond und an Spionagekameras. Diese Modelle werden bei Minox in Wetzlar allerdings längst nicht mehr produziert.
(Bild: Minox)
- Dr. Christoph Jehle
Irgendwann war es soweit: Die Nachfrage nach den analogen Miniaturkameras war so stark zurückgegangen, dass sich die Produktion analoger Kameras nicht mehr lohnte. Hatte man zeitweise den Namen Minox noch für einfache Kleinstbildkameras des japanischen Herstellers Asanuma genutzt und unter dem Namen Minox MX vorwiegend über den Bordshop im Flieger verkauft, so wurden die noch vorrätigen Teile der TLX im Jahre 2012 dann gar nicht mehr montiert.
Mit digitalen Kompaktkameras, die man mehr oder weniger exklusiv aus Taiwan und China bezog, hatte die Fotografie noch ein gewisses Intermezzo bis der Aufstieg der Smartphones auch dieses Geschäftsfeld auslöschte. Nun hat sich der Unternehmensschwerpunkt auf Sportoptik verlagert, die anfänglich auch aus Fernost bezogen, inzwischen jedoch in zunehmendem Maße wieder aus deutscher Fertigung kommt.
Minox MX 8x11 und Blitz im Set
(Bild: Minox)
So ganz hat sich Minox übrigens nicht von der Fotografie verabschiedet und bietet noch Classic-Camera-Minitaturmodelle, ein Digiscop-Modul für Spektive und mehrere Wildkameras an. Mit den früheren Minox-Kameras haben die heutigen Modelle jedoch nichts mehr gemein, was die verbliebende Gemeinde der Minox-Liebhaber ganz schön auf die Palme bringt, dem Wetzlarer Nischenanbieter jedoch bislang das durchaus turbulente Leben gerettet hat.
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