Umweltverbände fordern Erforschung der Gefahren durch UMTS
Der Bund für Umwelt und Naturschutz und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz haben die Bundesregierung aufgefordert, ein Prozent der UMTS-Erlöse zur Forschung zu verwenden.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) haben die Bundesregierung aufgefordert, mindestens ein Prozent des Gewinns aus der Versteigerung der Mobilfunklizenzen zur Verfügung zu stellen, um die Auswirkungen der UMTS-Technologie auf Mensch und Umwelt zu erforschen. Mit der Summe sollen Forschungsprojekte finanziert werden, die unabhängig von der Industrie mögliche Gefahren des Mobilfunks untersuchen.
Die Umweltverbände befürchten eine Steigerung der bestehenden Belastung durch elektromagnetische Strahlung und monierten, dass die Auswirkungen noch nicht genügend erforscht seien. Eduard Bernhard, Vorstandsmitglied im BBU nannte die Installation der neuen Technik im großen Maßstab "Verantwortungslos und ein Wahnsinn", weil keine Vorsorgemaßnahmen getroffen worden seien: "Schon jetzt sind vielfältige Wirkungen elektromagnetischer Felder auf Organismen bekannt, die bereits bei geringer Feldstärke auftreten. Beispielsweise verändern sich die Gehirnströme, wenn man mit dem Handy telefoniert", so Bernhard.
BBU und BUND forderten Bundesumweltminister Jürgen Trittin deshalb auf, eine umfangreiche neutrale Forschung über die Umweltverträglichkeit der UMTS-Technik durchzusetzen. Die neue Mobilfunk-Technik darf nach Ansicht der Umweltverbände nicht zugelassen werden, bevor ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit sichergestellt ist und verlässliche Standards zum Schutz der Bevölkerung eingeführt sind. Beim derzeitigen Stand der Auktion geht es bei einem Prozent für die Forschung um rund 800 Millionen Mark.
Siehe auch Störfunk fürs Gehirn – Mythos und Realität von Gesundheitsschäden durch elektronische Geräte. (axv)