Britische Forscher planen riesigen, schnellen 3D-Drucker

Mit 3D-Druck lassen sich fast beliebige Formen erzeugen, doch er ist langsam. Ein neues Verfahren soll jetzt dafĂĽr sorgen, dass er sich auch fĂĽr die Massenproduktion eignet.

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Britische Forscher planen riesigen, schnellen 3D-Drucker
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Von
  • Sascha Mattke

Eine Forschungsgruppe der britischen University of Sheffield arbeitet daran, 3D-Druckverfahren in die Massenproduktion zu bringen. Geleitet von dem Maschinenbau-Professor Neil Hopkinson, will sie eine große Maschine bauen, in der durch so genanntes Highspeed-Sintern in schneller Folge komplexe Plastikteile entstehen. Das Verfahren soll in bestimmten Fällen preislich konkurrenzfähig zu Spritzguss sein, berichtet Technology Review ("Schneller 3D-Druck für die Massenfertigung").

Die patentierte und im kleinen Maßstab unter anderem bereits an den deutschen Anbieter Voxeljet lizenzierte Technologie arbeitet mit einem Tintenstrahl-Druckkopf und einer Infrarotlampe. Der Druckkopf bringt jeweils an den richtigen Stellen ein strahlenschluckendes Material aus pulverisiertem Plastikmaterial auf, das dann bei der Bestrahlung mit Infrarotlicht nur selektiv schmilzt; so geht es Schicht für Schicht weiter bis zum fertigen Objekt. Das Verfahren hat Ähnlichkeit mit Lasersintern, ist aber weitaus schneller.

Im kleinen Maßstab hat Hopkinsons Gruppe schon gezeigt, dass das Verfahren funktioniert. Mit finanzieller Unterstützung der britischen Regierung und einiger Industriepartner will sie jetzt eine weitaus größere Version bauen, die höhere Stückzahlen wirtschaftlich macht. An einer ähnlichen Technologie namens Multi Jet Fusion, über die bislang aber nur wenige Details bekannt sind, arbeitet auch der IT-Konzern Hewlett-Packard.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(sma)