PC- und Grafik-Sparte schrumpft: AMD mit hohem Verlust und Umsatzschwund

Stark rückläufige Geschäfte der PC- und Grafik-Sparte schlagen massiv auf das Gesamtergebnis von AMD durch.

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  • JĂĽrgen Kuri

Intel- und Nvidia-Konkurrent AMD ist schwer vom Abschwung im PC-Geschäft getroffen worden, ähnlich wie die entsprechende Abteilung von Intel. AMD musste bei Prozessoren und Grafikchips für PC einen Umsatz-Rückgang um 54 Prozent auf nur noch 379 Millionen Dollar ein.

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Bereits vor Anfang Juli hatte AMD vor einem starken Umsatzrückgang gewarnt, die Aktie war daraufhin abgestürzt. Die nun vorgelegten Zahlen konnten die Börse nun offensichtlich nicht mehr schockieren: Im nachbörslichen Handel stieg der Kurs der AMD-Aktie um fast 2,7 Prozent, wohl auch aufgrund einer Prognose, der Umsatz im laufenden Quartl werde um 3 bis 9 Prozent steigen.

Der geschrumpfte Umsatz der PC- und Grafik-Sparte schlug auf die Zahlen des gesamten Konzerns durch. Der Umsatz sank im zweiten Quartal im Jahresvergleich insgesamt um gut ein Drittel auf 942 Millionen Dollar. Der Nettoverlust erhöhte sich auf 181 Millionen Dollar, nach roten Zahlen von 36 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

AMD versucht, die seit Jahren andauernde Schwäche im PC-Markt durch Prozessoren für Spielekonsolen auszugleichen. In dieser Sparte gab es im vergangenen Quartal Umsätze von 563 Millionen Dollar – ein Rückgang von gut acht Prozent.

Die PC-Sparte trug zu den tiefroten Zahlen mit einem operativen Verlust von 147 Millionen Dollar bei, im Vergleich zu einem Minus von 6 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. In dem auf Konsolenchips spezialisierten Bereich schrumpfte das operative Ergebnis von 97 auf 27 Millionen Dollar.

AMD-Chefin Lisa Su musste sich angesichts der Zahlen sehr bemühen, der Situation positive Aspekte abzugewinnen. Sie betonte, es gehe weiter darum, die langsfristige Strategie umzusetzen, während man mit den gegenwärtigen Marktbedingungen konfrontiert sei. "Der Fokus besteht darin, führende Computing- und Grafik-Produkte zu entwickeln, die profitablen Marktanteilswachstum in allen Zielmärkten ermöglichen." (mit Material von dpa) / (jk)