Ericsson verdient wegen Stellenabbau weniger

Im zweiten Quartal hat Ericsson 20 Prozent weniger Nettogewinn erzielt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

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Ericsson-Hauptquartier

(Bild: Ericsson)

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  • dpa

Der schwedische NetzwerkausrĂĽster Ericsson hat im zweiten Quartal wegen hoher Kosten fĂĽr ein neues Sparprogramm einen Gewinneinbruch verbucht. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 2,1 Milliarden schwedische Kronen (226 Millionen Euro), 20 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie es am Freitag in Stockholm mitteilte.

Der Konzern hatte im März angekündigt, 2100 Stellen vor allem in seinem Heimatland zu streichen. Das kostet zunächst viel Geld etwa für Abfindungen, im zweiten Quartal waren es 2,7 Milliarden Kronen. Insgesamt rechnet Ericsson mit Kosten zwischen drei Milliarden und vier Milliarden Kronen für den Abbau. Auszahlen sollen sich die Einschnitte gegen Ende des Jahres.

Im operativen Geschäft lief es für die Schweden überraschend gut. Der Umsatz kletterte auch dank günstiger Wechselkurse um elf Prozent auf 60,7 Milliarden Kronen und übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Allerdings sackte die bei Ericsson viel beachtete Bruttomarge selbst ohne die Kosten für das Sparprogramm um 1,5 Prozentpunkte auf 35,1 Prozent ab.

Im Netzwerkgeschäft drängen vor allem chinesische Anbieter mit Niedrigpreisen auf den Markt und setzen den etablierten Konzernen aus westlichen Industriestaaten zu. Zudem schickt sich der finnische Rivale Nokia an, die Schweden mit der Übernahme des französisch-amerikanischen Unternehmens Alcatel-Lucent zu übertrumpfen. Netzwerkausrüster stellen Geräte für Telekommunikationsnetze her, etwa Zentralrechner für Knotenpunkte und Basisstationen für Sendemasten. (anw)