Gnadenfrist für den Land Rover Defender?

"Nicht mehr zeitgemäß" lautet beim Land Rover Defender gemeinhin das Urteil in Sachen Umweltstandards und Sicherheitsvorschriften. Daher hat der Hersteller für Dezember 2015 das Ende der Produktion angekündigt. Jetzt aber geht Land Rover in die Verlängerung

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"Nicht mehr zeitgemäß" lautet beim Land Rover Defender gemeinhin das Urteil in Sachen Umweltstandards und Sicherheitsvorschriften. Daher hat der Hersteller für Dezember 2015 das Ende der Produktion angekündigt. Jetzt aber geht Land Rover offenbar in die Verlängerung.

Bis 1983 hieß der Wagen noch Land Rover - daraus wurde dann eine Marke und der Offroader in "Defender" umbenannt. Kein Wunder, dass er sich über sein geplantes Produktionsende hinaus verteidigen kann.

(Bild: Rover)

Die Ende vergangenen Jahres ankündigte "Final Edition" geht weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Seit der Meldung, dass die Produktion eingestellt werden soll, wird das seit 1948 gebaute Modell derart nachgefragt, dass es nun laut Branchenfachblatt Automobilproduktion mindestens bis Ende Januar 2016 gebaut werden soll, möglicherweise sogar länger.

Die Jahresproduktion sei längst ausverkauft. Wurden im vergangenen Jahr 17.780 Defender verkauft, waren es in den ersten sechs Monaten 2015 auch schon knapp 12.000 Einheiten. Mit einem Verkaufsplus von über 40 Prozent ist das Modell derzeit das Fahrzeug mit den höchsten Zuwachsraten im Land Rover-Portfolio.

Ein Nachfolger für den Defender ist fest eingeplant. Bereits 2011 stellte der britische Hersteller auf der IAA in Frankfurt den potenziellen Nachfolger "DC100" mit Stahlkarosserie vor, hat dieses Konzept aber wieder verworfen. Stattdessen erwägt Land Rover nun, den Defender-Nachfolger mit einer teureren Aluminium-Karosserie auf Basis der aktuellen Range Rover-Plattform zu bauen. Mit dem Marktstart ist aber frühestens 2019 zu rechnen.

(mid/ts) (fpi)