Die Sonne bricht durch

Schon lange arbeiten Forscher an kĂĽnstlicher Photosynthese zur Energiegewinnung. Jetzt gibt es zwei entscheidende Fortschritte.

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Von
  • Sebastian OlĂ©nyi

Die Sonnenstrahlung ist die größte kostenlose Energiequelle der Erde – doch ihre Nutzung kommt nicht recht in Schwung. So sind Photovoltaik-Module, die Sonnenlicht direkt in Strom umwandeln, trotz aller Förderung noch eine der teuersten Stromquellen überhaupt (s. TR 6/08). Zudem liefern sie nur dann Energie, wenn die Sonne scheint. Schon lange suchen Forscher deshalb nach Wegen, Sonnenenergie effizienter zu nutzen und zwischenzuspeichern. Als Vorbild dient ihnen dabei die Photosynthese von Pflanzen. In den USA und in Australien haben Forscher nun unabhängig voneinander zwei der entscheidenden Hürden genommen, das Photosynthese-Prinzip für die großtechnische Erzeugung von Wasserstoff nutzbar zu machen.

Die natürliche Photosynthese ist so kompliziert, dass sie auch nach über 30 Jahren Forschung noch nicht vollständig verstanden ist. Die Grundprinzipien immerhin sind bekannt: Farbpigmente im Blatt fangen Sonnenstrahlen ein und wandeln sie in winzige Ladungen um. Diese werden auf Metallatome übertragen, mit deren Hilfe Wasser in Wasserstoff-Ionen und Sauerstoff gespalten wird. Mit dem Wasserstoff und mit Kohlenstoff aus dem Kohlendioxid der Luft produzieren die Pflanzen dann Zucker, den sie zum Wachsen und für ihren Stoffwechsel brauchen.

Professor Tom Wydrzynski und Brendon Conlan von der Australian National University in Canberra ist es nun nach Informationen von Technology Review gemeinsam mit Professor Wolfgang Lubitz, Direktor des Max-Planck-Instituts fĂĽr Bioanorganische Chemie, gelungen... (kd)