Billiger telefonieren - aber nicht im Ortsnetz

Telefonieren war im Juni im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 4,8 Prozent billiger.

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  • JĂĽrgen Kuri

Telefonieren ist zwar im Juni insgesamt um 4,8 Prozent billiger gewesen als ein Jahr zuvor, dies wurde aber vor allem durch Preissenkungen für Mobilfunk sowie Auslands- und Inlandsferngespräche verursacht. Trotz aller Reden und Beschlüsse von Politik und Wirtschaft, durch mehr Konkurrenz im Ortsnetzbereich auch die Internet-Zugänge zu verbilligen, sanken die Kosten für lokale Gespräche kaum und die Grundgebühren für den Telefonanschluss blieben konstant. Dieses Bild zeichnen zumindest die neuen Zahlen zum Telefonie-Markt in Deutschland, die das Statistische Bundesamt am heutigen Mittwoch in Wiesbaden bekannt gab. Immerhin sind die Gesamtkosten für das Telefonieren nach den Angaben der obersten Statistiker der Republik innerhalb von fünf Jahren um fast ein Fünftel gesunken.

Vor allem Auslandsgespräche wurden um 35,6 Prozent deutlich billiger. Inlands-Ferngespräche waren um 8,5 Prozent günstiger zu haben. Die Preise für Ortsgespräche sanken lediglich um 0,7 Prozent, während die Anschluss- und Grundgebühren konstant blieben. Insgesamt wurde das Telefonieren im Festnetz um 4,3 Prozent billiger. Beim Mobiltelefonieren lag der Rückgang bei 13,1 Prozent. Die Preissenkung war im Juni allerdings etwas geringer als in den Vormonaten. Im April und Mai hatte der Rückgang bei 5,8 Prozent gelegen, im Dezember 1999 bei 11,3 Prozent. Im Vergleich zum Mai sanken die Preise fürs Telefonieren um 0,1 Prozent. Grund waren vor allem erneute Preissenkungen für Mobiltelefon-Dienstleistungen (minus 1,2 Prozent). (jk)