Drei Raumfahrer erreichen mit Verzögerung ISS

Nach einer Pannenserie in der Raumfahrt sind ein Russe, ein US-Amerikaner und ein Japaner erfolgreich zur Internationalen Raumstation ISS geflogen. Unterwegs sorgte ein Problem mit einem Sonnenkollektor fĂĽr Aufregung.

vorlesen Druckansicht 15 Kommentare lesen
ISS-Crew: Kimiya Yui, Oleg Kononenko, Kjell Lindgren, Michail Kornijenk, Gennadi Padalka und Scott Kelly

(Bild: NASA TV)

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Mit fast zweimonatiger Verspätung sind drei Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation ISS eingetroffen. Eine Sojus-Kapsel mit dem Russen Oleg Kononenko, dem US-Amerikaner Kjell Lindgren und dem Japaner Kimiya Yui dockte am frühen Donnerstagmorgen am Außenposten der Menschheit gut 400 Kilometer über der Erde an, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte. Grund für die Verzögerung war eine Pannenserie in der Raumfahrt, und auch diesmal gab es ein Problem: Der linke Sonnenkollektor der Sojus-Kapsel öffnete sich nicht planmäßig während des Fluges.

Die Sicherheit sei dadurch aber nicht gefährdet gewesen, versicherte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos. Später teilte sie mit, der Sonnenkollektor habe sich schließlich beim Andockmanöver geöffnet.

Der bemannte Start vom Kosmodrom Baikonur in der kasachischen Steppe war ursprünglich für den 26. Mai geplant gewesen. Wegen des Absturzes eines Frachters vom Typ Progress Ende April war der Flug aber verschoben worden. Auch die zunächst für Mitte Mai geplante Rückkehr von drei Besatzungsmitgliedern der ISS verzögerte sich deswegen. Zuletzt war Ende Juni ein US-Raumfrachter vom Typ Dragon mit Nachschub für die ISS abgestürzt.

Kononenko gelangte als erster an Bord

(Bild: NASA TV)

Die drei Raumfahrer waren gut sechs Stunden vor dem Andockmanöver mit der Raumkapsel Sojus TMA-17M vom Weltraumbahnhof Baikonur gestartet. "Das Andockmanöver lief im automatischen Modus ab", berichtete Roskosmos. Als sich eine Stunde nach der Ankunft die Luke zur ISS öffnete, schwebte der Russe Kononenko als erster in seinen neuen Dienstposten im All, wie die NASA auf Twitter dokumentierte.

Kononenko, Lindgren und Yui sollen für 163 Tage im All bleiben. Sie verstärken auf der ISS die russischen Kosmonauten Gennadi Padalka und Michail Kornijenko sowie den US-Astronauten Scott Kelly.

ISS-Bilder von Samantha Cristoforetti (16 Bilder)

Star Trek geht immer, aber vor allem natĂĽrlich in einer Raumstation
(Bild: ESA/NASA)

Bilder des deutschen Astronauten Alexander Gerst aus der ISS (20 Bilder)

Die Kuppel war einer der liebsten Aufenthaltsorte Gersts.
(Bild: ESA/NASA)

(mho)