Google bietet Nearline-Archivspeicher in der Cloud
Unternehmen können große Mengen selten genutzter Daten in Googles Cloud Storage Nearline parken. Der neue Dienst richtet sich beim Tempo nach der Datenmenge und der Dringlichkeit. Zur Einführung gibt es 100 Petabyte frei.
Googles Archiv- und Backupspeicher Cloud Storage Nearline lässt sich ab sofort buchen, wie der Konzern in einem Blogeintrag bekanntgab. Das Angebot befand sich seit März dieses Jahres im Betatest.
Nearline-Speicher soll Backups oder selten genutzte Daten aufnehmen und mit geringer Geschwindigkeit und leicht verzögert bereitstellen. Weil die Datenbestände manchmal auf Magnetbändern oder sogar außerhalb des Rechenzentrums aufbewahrt werden, spricht man auch von Offline Storage oder Cold Storage.
Googles Cold Storage als Cloud-Dienst soll dennoch akzeptable Geschwindigkeit und Verfügbarkeit mit vergleichsweise geringen Kosten verbinden. Für das Speichern von einem GByte Daten verlangt das Unternehmen monatlich einen US-Cent, der gleiche Betrag wird fürs Zurückspielen dieser Menge fällig. Beim Anfordern der Daten soll man höchstens drei Sekunden warten müssen.
Die Übertragungsgeschwindigkeit beim Lesen richtet sich nach der Datenmenge, wobei pro Terabyte 4 MByte/s zu veranschlagen sind (bei 100 TByte demnach 400 MByte/s). Bedarfsweise lässt sich das Tempo gegen Aufpreis erhöhen (On-Demand I/O), etwa für ein dringendes Desaster Recovery. Mit dem ebenfalls ab sofort verfügbaren Transfer Service lassen sich Daten aus anderen Clouds übertragen. Als Einführungsangebot kann man 6 Monate lang kostenlos bis zu 100 Petabyte speichern. Weitere Details erklärt ein Whitepaper. (tiw)