Preisänderungen beim Telefonieren zum Jahreswechsel

Überraschung zum Jahreswechsel: Telefonieren wird nicht immer nur billiger, einzelne Anbieter erhöhen die Preise.

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Von
  • Ralf HĂĽskes

Nach den stürmischen Jahren 1998 und 1999 hat sich der Festnetzmarkt 2000 sichtlich konsolidiert. Dennoch gab es in den letzten Wochen eine ganze Reihe von Änderungen und ein Blick in die Tarifvergleiche rentiert sich wieder mal. Die wichtigste Nachricht: Telefonieren wird nicht mehr immer nur billiger, sondern manchmal auch wieder teurer.

Bereits seit Anfang Dezember gelten neue Inlandspreise bei o.tel.o. So entfiel hier der Sonderpreis fĂĽr gĂĽnstige Mittagsverbindungen zu 6,9 Pfennigen je Minute. DafĂĽr berechnet die Firma in der Abendzeit zwischen 18 und 22 Uhr nun 4,2 statt 5 Pfennige.

Kräftig zugeschlagen hat der Anbieter Viatel: Er erhöht die Preise für deutschlandweite Call-by-Call-Gespräche in der Hauptzeit (wochentags von 9.00 bis 18.00 Uhr) von 9 auf 12 Pfennige pro Minute. Die Preisänderung, die der Anbieter ohne Pressemitteilung heimlich still und leise im Amtsblatt der Regulierungsbehörde publiziert hat, gilt quasi rückwirkend ab 20. Dezember 2000.

Teldafax krempelt unterdessen die gesamten Zonen im Ausland um, was in vielen Fällen schlicht und ergreifend zu einer Preiserhöhung führt. Ebenfalls teurer werden die Auslandsverbindungen bei dem Anbieter prompt, der die Preise innerhalb der Zone International 1 von 66 auf 77 Pfennige pro Minute erhöht.

Auch abseits der Tarife hat sich in der letzten Zeit einiges getan: Statt Nikoma heißt es nun Tiscali, aus First Telecom wurde Atlantic, die Festnetzsparte von Drillisch firmiert nun unter dem Namen ElisaNet; und Arcor hat sich in den letzten zwölf Monaten drei Stadtnetzbetreiber einverleibt, gehört aber seit der Übernahme von Mannesmann durch die Vodafone-Gruppe zum britischen Mobilfunkkonzern.

Aktuelle TarifĂĽbersichten und Meldungen zum Telekommunikationsmarkt finden sich wie immer in ttarif auf heise online. (Ralf HĂĽskes) / (jk)