Sony setzt auf Vollformat-Systemkameras
Der japanische Elektronikkonzern Sony drängt jetzt offensichtlich verstärkt in den Bereich der KB-Vollformat-Kameras und will Canon und Nikon überrunden, welche in diesem Segment bislang die Branchenführer sind.
Wie The Korea Times nach einer Pressekonferenz von Sony Korea Ende Juli meldete, beabsichtigt der japanische Elektronikkonzern Sony einen Frontalangriff auf die etablierten Kamerakonzerne Canon und Nikon im vielfach als Königsklasse bezeichneten Markt der KB-Vollformat-Kameras.
Sony wolle sich künftig auf den Bereich der Vollformatkameras konzentrieren, wird Bae Ji-hoon, der Leiter der Abteilung Digital Imaging & Alpha Marketing bei Sony Korea zitiert. Sony, die bisher auch Wettbewerber wie Nikon mit Sensoren beliefern, will seinen Technikvorsprung im Bereich der digitalen Bildverarbeitung jetzt offensichtlich verstärkt bei seinen eigenen Vollformatkameras einsetzen. In einem ersten Schritt wolle man nach den Erfolgen im Bereich der hochwertigen Kompaktkameras und der spiegellosen Systemkameras jetzt die Fotografen ansprechen, die derzeit schon mit Vollformatkameras arbeiten, also die Nutzer von Canon- und Nikon-Kameras. Man will damit jetzt offensichtlich den Rückgang bei Kompaktkameras und das geringere Wachstum im Bereich der etablierten Spiegellosen kompensieren.
Die Verfügbarkeit von Objektivadaptern von Drittanbietern, die einen Anschluss von Canon- und Nikon-Objektiven an Sony-Kameras mir E-Bajonett unter Erhaltung der vollen Objektivfunktionalität ermöglichen, dürfte den Umstieg auf Sony-Kameras beflügeln, weil so der Bestand an vorhanden Objektiven weiter genutzt werden kann. (keh)