Brummendes US-Geschäft lässt Deutsche Telekom weiter wachsen

Zweistelliges Umsatzwachstum bei der Deutschen Telekom: Der Konzern profitiert weiter von den milliardenschweren Investitionen in die US-Mobilfunksparte. Auch das Deutschland-Geschäft legte zu.

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Telekom-Vorstandschef Tim Höttges

(Bild: dpa, Oliver Berg)

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Die Deutsche Telekom legt dank ihres florierenden US-Geschäfts und der Euroschwäche weiter stark zu. Im zweiten Quartal trug aber auch erneut der deutsche Heimatmarkt zum Umsatzplus von im Jahresvergleich 15,3 Prozent auf 17,43 Milliarden Euro bei, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Bonn mitteilte. Ohne Wechselkurseffekte und Zu- und Verkäufe hätte der Anstieg bei 5,7 Prozent gelegen.

Auch beim um Sonderkosten bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (ebitda) stand vor allem dank der schnell wachsenden US-Tochter ein kräftiger Zuwachs von 13,5 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb der Konzerngewinn wegen höherer Sonderbelastungen bei 712 Millionen Euro stabil. Die Jahresziele behielt das Management bei. "Wir haben die guten Zahlen des ersten Quartals eindrucksvoll bestätigt", sagte Vorstandschef Tim Höttges.

Im Inland machen sich laut Zwischenbericht inzwischen die Netzinvestitionen zunehmend in Zuwächsen bei den Kundenzahlen bemerkbar. So kletterte die Zahl der Breitbandanschlüsse Ende Juni auf 12,5 Millionen. Mit 39,4 Millionen blieb die Zahl der Mobilfunkkunden in Deutschland nahezu unverändert. Damit lag die Telekom hinter der fusionierten Unternehmen von Telefónica und E-Plus auf Platz zwei.

Die gesamten Umsätze in Deutschland erhöhte die Telekom im zweiten Quartal um 2,1 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Rasch voran schreite auch die Umstellung der Netze im Inland auf die IP-Plattform, hieß es weiter. Insgesamt seien bereits 7,8 Millionen Anschlüsse umgestellt worden, 95 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Das Umsatzwachstum von 2 Prozent auf nunmehr 5,6 Milliarden Euro im deutschen Heimatmarkt zahlte sich allerdings nur bedingt aus: Der Gewinn blieb auf dem Vorjahresniveau – hier kamen beim Dax-Konzern gestiegene Aufwendungen für Personalmaßnahmen sowie für den Netzausbau zum Tragen. Unter anderem das Breitband-Geschäft entwickelte sich prächtig – die Telekom erwartet dank der guten Zahlen im zweiten Quartal für das Gesamtjahr 250.000 Neukunden in dem Segment.

In den USA scheint sich die "Un-Carrier"-Strategie von T-Mobile auszuzahlen: Mit einem Zuwachs von 2,1 Millionen Kunden im zweiten Quartal hat sich die Telekom-Tochter vorbei am Konkurrenten Sprint auf Platz drei im Markt geschoben. Der Umsatz legte hier um 13,7 Prozent auf 8,2 Milliarden US-Dollar zu. Sorgenkinder bleiben nach wie vor die Europasparte und die Geschäftskunden-Tochter T-Systems mit sinkenden Umsätzen. (Mit Material der dpa) / (axk)