Laser-Referenzsystem macht Mikroskope stabiler
Kleinste Bewegungen der Instrumente können mikroskopische Untersuchungen behindern und verfälschen. Eine neue Stabilisierungshilfe soll Abhilfe schaffen – und so auch die lange Beobachtung von Proteinen ermöglichen.
Proteinstruktur.
(Bild: Anmoll / Wikipedia / cc-by-sa-2.0)
- Sascha Mattke
Amerikanische Forscher haben eine Vorrichtung entwickelt, mit der sich hochauflösende Mikroskope so stabilisieren lassen, dass damit komplexe Vorgänge wie das Falten und Entfalten von Proteinen über längere Zeiträume beobachtet werden können. Bislang gelten 100 Sekunden an scharfen Bilder als der Goldstandard in der Mikroskopie, mit dem Zusatzgerät sollen bis zu 28 Stunden möglich sein, berichtet Technology Review online ("Proteine genauer im Auge behalten").
„Wenn man versucht, extrem kleine biologischen Bewegungen zu messen, sieht man manchmal ungewöhnliche Sachen. Dann stellt sich die Frage, ob sich das Instrument verschoben hat oder ob man ein interessantes biologisches Phänomen entdeckt hat“, sagt Robert Walder, Hauptautor eines Fachbeitrags über die Neuerung. Faltung und Entfaltung von Proteinen sind besonders schwierig zu beobachten. Denn Proteine existieren lange in einem bestimmten Zustand, um dann recht plötzlich ihre Form zu verändern.
Die Stabilisierungshilfe besteht aus einem Satz Lasern und einem einzelnen Detektor, die als stationäre Referenz dienen. Sie lässt sich am Kamera-Port von Mikroskopen anschließen, die schon heute zur Untersuchung von Proteinen verwendet werden, etwa Rasterkraftmikroskope oder optische mit extrem hoher Auflösung. Die Laser arbeiten mit einer Frequenz, die von anderer Laborelektronik nicht genutzt wird, was Störeffekte verhindert.
Mehr dazu bei Technology Review online:
(sma)