Stephen Hawking sieht schwarz für das menschliche Leben
Die Menschheit könne nur überleben, wenn sie sich auf einem anderen Planeten ansiedle, meint der britische Astrophysiker.
Der britische Astrophysiker Stephen Hawking befürchtet, dass die Menschheit ein "weiteres Jahrtausend" nicht überleben wird. In einem Vortrag in Edinburgh erklärte Hawking, entweder ein "Unfall oder die Erderwärmung" würden das Leben auf der Erde auslöschen. Die Menschheit könne nur überleben, wenn sie sich auf einem anderen Planeten ansiedle, ließ der fast vollständig gelähmte Wissenschaftler seine Zuhörer bei der Vorstellung seines neuen Buchs "The Universe in a Nutshell" wissen. Der Wissenschaftler leidet unter der Lähmungserkrankung Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und kann sich nur per Sprachcomputer verständigen.
"Ich befürchte, dass die Atmosphäre immer heißer wird, und dass sie wie Venus zu brodelnder Schwefelsäure wird", meinte Hawking. "Ich mache mir Sorgen um den Treibhauseffekt." Die Menschheit könne ein weiteres Jahrtausend nur überleben, wenn sie sich in "den Weltraum ausbreitet." Ohne die "Kolonialisierung" anderer Planeten sei die Menschheit vom Aussterben bedroht.
Hauptaufgabe der theoretischen Physik des 21. Jahrhundert sei es, der Menschheit eine lückenlose Theorie über das Geschehen im Universum anzubieten. "Wir glauben, wir haben die Endstücke einer vollständigen und einheitlichen Theorie gefunden, aber in der Mitte ist noch viel auszufüllen", sagte Hawking. (dpa) (jk)