Bierfreunde bei Atmel
Den internationalen Tag des Bieres würdigt Atmel mit sieben Projektvorstellungen rund um das beliebte Kaltgetränk. Von der Platine mit integriertem Flaschenöffner bis zum Luxus-Bierkühlautomaten ist alles dabei.
- Carsten Meyer
Leider hatten wir den 7. August im Make-Labor verbracht, sonst wären uns all die schönen Projekte im Atmel-Blog aufgefallen; offenbar erfreut sich auch die Atmel-Belegschaft (nach Feierabend natürlich) gern an einem kühlen Bier.
Bemerkenswert am Hackaday-Arduino-Nachbau ist weniger die Technik (es kommt ein ATmega168 zum Einsatz) als die Gestaltung der Platine in Form eines Flaschenöffners. Für den dauernden Gebrauch wird sich das Board nicht eignen, wohl aber zum Öffnen eines Notbieres in einer langen Programmiernacht.
Ein paar Teile eines alten mechanischen Industrieroboters hat Sasha Schrandt zu einem automatischen Bieröffner umgebaut (siehe Aufmacher-Bild). Die Konstruktion lässt allerdings noch Raum für Verbesserungen – vor allem im Echtzeitverhalten.
Bier nach 26 verschiedenen Rezepten braut die Maschine, die der Maker The_Meatloaf sich ausgedacht hat. Ein Arduino Mega steuert den kompletten Brauvorgang vom Ansetzen der Maische bis zum Kühlen des Suds. Auch Hopfen wird programmgesteuert zugesetzt.
Der schicke Brewbot funktioniert ähnlich, allerdings in einem kneipenkompatiblen Design. Das zwei Jahre alte Kickstarter-Projekt hat ein Fassungsvermögen von 18 Litern und wird über eine iPhone-App mit Rezepten gefüttert.
Maker Joey D’Anna war mit mit den verfügbaren Heim-Bierkühlanlagen so unzufrieden, dass er eine eigene entwarf – einschließlich CNC-geschnittener Kühlbox für die Fässer und durchgehender "Kühlkette" bis zum Zapfhahn. Ein normaler Arduino steuert Kaltemaschine (aus einem Kühlschrank) und Lüfter für die Umlaufkühlung.
Um seinen Angestellten das lästige Ausfüllen nachgereichter Zeitabrechnungen schmackhaft zu machen, belohnt der "TapServer" der Werbeagentur Colle & McVoy aus Minneapolis jede korrekt ausgefüllte Stempelkarte mit einem Bier vom Fass. Die Anlage scannt zur Verifizierung mit ein paar Arduinos den RFID-Tag jedes Angestellten und arbeitet nahtlos mit der Zeiterfassung der Firma zusammen.
Den Mitarbeitern von Metalworks erging es wohl ähnlich wie den Studenten, die sich an der Krups-Kaffeemaschine im Trojan Room der Universität Cambridge bedienen wollten: Immer war vorher jemand da, der sich das letzte Getränk genommen hat. Kurzerhand bauten sie einen Getränkeautomaten um – nun muss man ihn vorher per Twitter um ein Getränk bitten und erhält es auch erst nach Freigabe durch einen weiteren Mitarbeiter. Ein Arduino Leonardo mit ATmega32U4 wacht hier über den Bierverbrauch. (cm)