Media-Saturn-Gründer gegen Übernahme von Reparatur-Dienstleister RTS
Am Donnerstag hatte Media-Saturn angekündigt, den Reparatur-Dienstleister RTS mit 1200 Mitarbeitern zu übernehmen. Der Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals wollte das per einstweiliger Verfügung verhindern, scheiterte aber.
(Bild: dpa, Armin Weigel/Archiv)
Die Übernahme des Wartungsdienstleisters RTS hat bei Media-Saturn einen Dauerkonflikt zwischen den Eigentümern des Elektrohändlers neu angefacht. Media-Markt-Gründer und Minderheitseigener Erich Kellerhals habe versucht, den RTS-Kauf per einstweiliger Verfügung zu stoppen, teilte eine Sprecherin der Media-Saturn-Holding am Sonntag auf Anfrage mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS).
Kellerhals und der Handelskonzern Metro als Mehrheitseigener von Europas größter Elektronikkette liegen seit Jahren im Clinch. Den Antrag von Kellerhals habe das Landgericht Ingolstadt am Donnerstag jedoch abgelehnt, berichtete die Firmensprecherin. Sie betonte, der Vertrag über die Übernahme von RTS sei rechtskräftig unterschrieben, stehe allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden.
Von Kellerhals' Investmentfirma war am Sonntag dazu zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Vertragsunterzeichnung für den Verkauf von 90 Prozent der RTS-Anteile an die Media-Saturn-Holding hatte das Unternehmen am vergangenen Donnerstag bekanntgegeben. Media-Saturn hatte den Kauf damit begründet, zur Unterscheidung vom Internethandel werde der Service der Media-Saturn immer wichtiger. (jow)