KDE auf dem Weg zum Industriestandard
Die KDE-Entwickler und fĂĽhrende Firmen der IT-Branche haben die "KDE League" gegrĂĽndet.
Die KDE-Entwickler und führende Firmen der IT-Branche haben die "KDE League" gegründet. Wichtigstes Ziel der Organisation ist die Etablierung von KDE als Standard-Desktop auf Linux- und Unix-Workstations, PCs und mobilen Geräten. Außerdem soll sie KDE im Wettbewerb mit "proprietären und anderen verbreiteten Desktops" stärken und Software-Entwickler dazu ermutigen, Anwendungen für die die KDE-Plattform zu erstellen. Direkten Einfluss auf die KDE-Entwicklung selbst wird die KDE League nicht nehmen.
Die KDE League dĂĽrfte eine Reaktion auf die GrĂĽndung der Gnome Foundation sein. Im August hatten mehrere groĂźe IT-Unternehmen angekĂĽndigt, dem Gnome-Projekt finanziell, organisatorisch und beim Marketing unter die Arme zu greifen, um Gnome zum Standard-Desktop zu machen.
Von einer verschärften Konkurrenzsituation kann man allerdings kaum sprechen: Firmen wie IBM, Compaq oder Hewlett-Packard tanzen auf beiden Hochzeiten und sind Mitglied sowohl in der Gnome-Stiftung als auch in der KDE League. Lediglich die Linux-Distributoren zeigen gewisse Vorlieben: Red Hat unterstützt die Gnome Foundation, während sich SuSE, Caldera und Corel an KDE halten. Mandrake und TurboLinux sind in beiden Organisationen dabei. (odi)